Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-726068
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Römischer Wegebau. 
Die Grotte des Posilippo zu Neapel. 
Die 
Via Appia. 
wird und von der Fig. 359 eine Ansieht giebt. Dieselbe durchschneidet 
ein Vorgebirge zwischen Neapel und Bajae und ist in einer Länge von 
Fit; 35a 2654 neap. Palmen, 24 Palmen Breite, bei einer 
jgzrgßgäägg _ I zwischen 26 bis 74 Palmen im Innern variiren- 
l den Höhe durch das harte Gestein des Felsens 
 getrieben, während an den Ausgängen, welche 
  eine Höhe von 94 resp. 98 Palmen haben, künst- 
_  lich gewölbte Bögen dem Bau eine gröfsere 
l '11   Festigkeit zu geben bestimmt sind. 
 1' Andere Schwierigkeiten bot ein sumpfiges 
"g Q    Terrain dar, in dem mit rofsem Aufwande zu- 
 155; fl     I, nächst ein fester Grund zä sehalfen und sodann 
 im u i? der Weg dammartig zu erhöhen war. Der- 
 gleichen Schwierigkeiten waren es namentlich, 
l-f     V welche bei der Führung der via Appia durch 
die pontinischen Sümpfe zu überwinden waren. An anderen Orten dagegen 
konnte ein besonders abschüssiges Terrain ähnliche Aufmauerungen oder 
Viaducte erfordern, auf welchen die Strafse Höhen und Abhänge entlang 
geführt wurde. Dies findet bei demjenigen Theil der appischen Heerstrafse 
statt, welcher von Albano in das Thal von Ariceia herniedersteigt und 
Fig. 360. der auf einer nicht unbeträcht- 
k wgsxf-giggx 33x) x  liehen Strecke, unterhalb des Or- 
tes Ariccia selbst, von einer mit 
 regelmäßiger Quadermauer be- 
h   ßäiaä  kleidetenAufsehuttung getragen 
jßiixk,Tlllilggiilixiiiilxi, "T  wird. 'Fig. 36-0 zeigt denselben 
     
       alustraden und Vorrichtungen 
zum Sitzen versehen, während einige Bogenölfnungen in dem Unterbau 
zur Abführung der Gebirgswässer bestimmt erscheinen. 
Was nun die technische Ausführung dieser Anlagen, wie Pflasterung, 
Sorge für den Abflufs des Wassers u. s. f., betrifft, so giebt darüber, wie 
über die Profanbauten der Alten überhaupt, das Werk von Hirt: v die Lehre 
von den Gebäuden bei den Griechen und Römern ß, welches uns für diese 
Theile unserer Untersuchungen oft zum Anhalt gedient hat, ausführlichen 
Aufschlufs. Wir begnügen uns mit der Bemerkung, dafs die Wege ent- 
weder mit Sand und Kies bestreut (glarea viam sternere) oder mit festem 
Stein gepflastert zu werden pflegten. Bei letzterem Verfahren wurden 
für den mittleren Theil der Strafse, den Fahrdamm, gewöhnlich polygone
        

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