Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-726024
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Römische Thorbauten. 
Thor zu Aosta. 
(B) nicht mit Erde 
vielmehr ist derselbe 
ausgefüllt ist, wie bei den Mauern von Pompeji; 
offen gelassen und durch Bögen, welche die Verbin- 
dung zwischen den beiden Mauern bilden, in eine Reihe von kleinen über- 
wölbten Cellen (C) umgewandelt, die sich ihrerseits nach der Stadt öffnen 
und so eine gewisse Analogie mit den inneren Abtheilungen der aurelia- 
nischen Mauern darbieten. Aus der Flucht dieser Doppelmauer springen 
die beiden Thürme DD hervor, zwischen denen das äufsere Thor F liegt. 
Dasselbe zeigt die oben besprochene Dreitheilung in Thor und Seitenpforten, 
welche sämmtlich mit starken F allgattern geschlossen werden konnten. Auf 
[dies Thor folgt ein offener Raum  eine Art Vorhof, bei Vegetius 
Hyropzegnaculunt" genannt, indem derselbe sehr wohl zum Angriff auf 
die etwa eingedrungenen Belagerer geeignet war, welche von den Waffen 
der auf der Plateform der nur niedrigen Thürme befindlichen Vertheidiger 
erreicht werden konnten. Auf der entgegengesetzten Seite dieses Raumes 
befindet sich das innere Thor  dessen drei Oednungen durch eisenbe- 
schlagene Thorflügel geschlossen werden konnten. Die architektonische Aus- 
stattung des Ganzen ist mafsvoll gehalten, aber mit einem gewissen ernsten 
und strengen Schönheitssinn durchgeführt, so dal's dieser Bau des Augustus 
zu den schönsten Werken dieser Art gerechnet werden kann. 
Eine ähnliche, obschon weniger stark befestigte Anlage zeigt eins von 
den Thoren Pompejfs, welches zu den bemerkenswerthesten daselbst gehört 
und' nach der Richtung der hier mündenden Heerstrafse gewöhnlich als
        

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