Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-725979
Schutzbauten. 
Römische 
Das Oastell zu I-lomburg. 
391 
so ist doch von dem um die Ausgrabungen sehr verdienten Archivrathe 
Habcl ein Plan des Castells verölfentlicht worden, den wir nach einer 
anderweitigen Pnblication unter F ig. 353 mittheilen. Danach bildete das 
Castell ein regelmäßiges Viereck von 700 F ufs Länge und 450 Fufs Breite. 
Die aus unregelmäßigen Bruchsteinen bestehende änfsere Umfassungsmauer 
ist 5 Fufs dick, auf der Nordseite aber, welche den Angrillen zunächst 
ausgesetzt war, etwas dicker. Die vier Ecken sind abgerundet, um bei 
einer etwaigen Belagerung der Zerstörung besser widerstehen zu können. 
Die ursprüngliche Höhe löfst sich nicht mehr genau bestimmen; an einigen 
Stellen ragen die erhaltenen Theile noch gegen 0 Fufs aus dem Erdboden 
hervor. Aufserhalb der Mauer befindet sich ein doppelter Graben, im 
Innern schliefst sich an dieselbe unmittelbar ein erhöhter Wallgang von 
Fix; 35a etwa 7 Fufs Breite an, welcher auf 
A unserem Grnndrifs durch eine dop- 
   pelte punktirte Linie angedeutet ist. 
       Während dwserwallgang  Auf- 
     nahme der Vertheidiger bestimmt 
     war, befindet sich am Fufs des- 
     selben rings um den ganzen Raum 
     ein etwa 30 Fufs breiter Weg für 
     gröfsereTruppentheile,welehereben- 
  r. -413;   falls durch eine punktirte Linie be- 
 i "i-"ipii."   zeichnet ist, m'a angularis  Die 
2a g l : E   
     weitere Anordnung des Platzes ent- 
  z  i i? spricht den erhaltenen Beschreibun- 
   des römischen Kriegslagers. Auf 
   (k   derHauptseite befindet sich zwischen 
   1 i?   zwei nach innen vorspringenden 
       Thürmen die Hauptpforte, 1701101 
     praievorvia  der auf der ent- 
 i)   gegengesetzten Seite die porta de- 
."u"ilni-"xrixiiliiiiii 'Iltiiiiiiltittiziiti:"i, gumana entspricht  während 
auf den beiden Langseiten die ganz ähnlich durch Thürme gedeckte porta 
principalitt? dextra (B) und porta princlijaalis sinistlra (C) angebracht sind. 
In der durch die Verbindungslinien der gegenüberliegenden T hore bezeich- 
neten Mitte des Castells heündet sich die Wohnung des obersten Befehls- 
habers, das praetorium  Ohne grofse Sorgfalt und wahrscheinlich in 
Eile erbaut, zeigt dasselbe verschiedene Räume, die theils zu den Privat- 
bedürfnissen des Befehlshabers, theils zu kriegerischen Zwecken gedient
        

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