Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-725842
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Der 
römische Ruudtempel. 
Das Pantheon zu Rom. 
cylinder, zwei Stockwerke umfafst. Das untere ist durch jene schon er- 
wähnten freistehenden Säulen und die Eckpilaster geziert, welche die 
Nischen begrenzen. Diese sind über 32 Fufs hoch und bestehen der Mehr- 
zahl nach je aus einem Stücke Giallo antico, einer Marmorart von gelber 
Farbe, mit schöner Zeichnung und zu den kostbarsten gehörend, deren 
die Alten bei ihren Prachtbauten sich bedienten, während etwa sechs 
andere, für welche das seltene Material nicht zu beschalfen war, aus der 
unter dem Namen Pavonazzetto bekannten Marmorart bestehen, die man 
durch eine höchst geschickte Färbung mit den übrigen in Harmonie ge- 
setzt hat. Darüber folgt ein zweites niedrigeres Stockwerk, dessen Decora- 
tion aus einer Täfelung von farbigen Marmorplatten gebildet war, wodurch 
dasselbe wie mit einem Kranz schmaler Pilaster geziert erschien; eine An- 
ordnung, die aus der Abbildung bei Desgodetz Fig. 342 noch zu erkennen 
ist, während sie später einer anderen Deeoration Platz machen mufste. 
Ueber dem kräftigen Hauptgesims, welches die Krönung dieses Stockwerkes 
Fig. 342. 
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bildet und zugleich den ganzen Mauerkreis würdig abschliefst, erhebt sich 
die Kuppel, welche durch fünf Streifen von je achtundzwanzig vertieften 
und mit äufserst feiner Berechnung der perspectivischen Wirkung gearbei- 
teten Cassetten geziert ist, und in deren Scheitelpunkt eine Oeffnung von 
etwa 40 Fufs Durchmesser angeordnet ist. An dieser Oeffnung, durch 
welche ein voller Lichtstrom in das Innere sich ergiefst, um den ganzen 
Raum in fast zauberhafter Wirkung zu erleuchten, hat sich noch ein Rest 
der Bronzeverzierung erhalten, mit der einst die ganze Kuppel bedeckt 
gewesen zu sein scheint, und vermöge welcher sich Pracht und Anmuth
        

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