Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-725643
358 
Tempel des olympischen Jupiter 
Der 
in Athen. 
des Honos und der Virtus, welcher von Marius durch den Architekten 
Mutius ebenfalls zu Rom errichtet war. Die Form des Pseudoperipteros, 
von dem wir in Griechenland nur ein Beispiel anführen konnten  10), 
ist von den römischen Architekten sehr häufig angewendet worden, und 
wir werden weiter unten öfter Gelegenheit haben, derartiger Tempel Er- 
wähnung zu thun. Von dem Dipteros (s. ä 12) findet sich beim Vitruv ein 
Beispiel angeführt, und zwar war dies der Tempel des Quirinus, welcher 
von Augustus auf dem quirinalischen Elügel errichtet war und mit seinen 
Doppelhallen von 78 Säulen zu den herrlichsten Gebäuden Roms gerechnet 
wurde. Und während dieser Tempel, ohne dal's freilich Ueberreste von ihm 
erhalten wären, als ein Beleg 
 Fig 325" f unsererfrüherenBemerkungüber 
 ü (Ä i, ü: FF in  den Biinilufs griechischerFormen 
" " " H U ' i i" i ' anfdie augusteischenBauten be- 
IE Ei trachtet werden kann, sind wir 
 doch im Stande, eine ähnliche 
 Prachtanlage römisch-griechi- 
   schen Kunstsinnes aus einigen 
  'M Ueberresten wiederherzustellen, 
 m welchezuAthenerhaltensindund 
" u "  "Ä u noch heute eine der schönsten 
 iÄ Zierden dieser Stadt ausmachen. 
I)    E-lli Es sind dies die süd-östlich 
1.1.11  I_- von der Akropolis befindlichen 
  "I Säulen, die bis zu einer Höhe 
FIIC 115'391  von etwa 60 Fufs emporragen 
y _ H    H n; und zum Theil noch ihre Ar- 
  chitrave tragen. Sie gehörten 
" ' i). m  t 1 zu demTempel des olympischen 
I     U Zeus, der von Pisistratus be- 
 gonnen, aber erst von Antiochus 
  Epiphanes weitergeiiihrtwurde. 
Schon bei diesem Neubau tritt 
H   H n an  m römische Kunstthätigkeit ein, 
E m indem ein römischer Ritter Cos- 
 [3 i"; sutius als Architekt desselben 
'  genannt wird, während die letzte 
Vollendung von dem kunstliebenden Kaiser Hadrian herrührte. Nach 
den Mittheilungen Vitruv's in der Vorrede des VII. Buches hatte Cossutius
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.