Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-725061
VJVV 
Rudermannsehaft auf römischen und karthagisehen Penteren zu 300, also 
durchschnittlich auf 60 für jeden Rang, die auf einer Oktere des Lysi- 
machus auf 1600 Mann angegeben wird. YVir haben nach dieser Berech- 
nung in der bildlichen Darstellung der Stellung der Ruderseharten auf 
S. 299 für die Thraniten, welche vorn und hinten ihre Plätze hatten, 
vier Ruderscharten mehr gegeben, als für die Zygiten und Thalamiten, 
deren Zahl nach den Zeugnissen der Inschriften gleich war. 
Bei dem Bau der Pentere mufsten zwei Ruderreihen in der Art ein- 
geschoben werden, dafs, wie der Durchschnitt Fig. 293 zeigt, auf dem 
Verdecke eine dritte Ruderrcihe (c) 
Fig'293' f noch mehr nach der Mitte des 
Schiffes zu aufgestellt wurde. Die 
4, Itlandgriße dieser Ruder lagen mit- 
"Mo hin in derselben Höhe, wie der 
Z" Fufsboden des ersten für die Tbra- 
 lffljjxlß- nitenbestimmtenGanges. Ingleicher 
"f e-[XRÄ  Weise, wie diese dritte Ruderreihe 
S f auf dem Verdeeke bequem ihren 
Platz fand, konnte auch auf der für die Thraniten bestimmten Plateform 
etwas höher und mehr nach der Mitte des Schiffes zu eine zweite Ruder- 
reihe (e) angebracht werden. Um eine Collision der Ruder zu vermeiden, 
mufsten die der drei unteren Reihen (a, b, c) in derselben Distance von 
der Sehiffswand in das Wasser tauchen  die der beiden oberen Reihen 
(d, e) aber weit über jene hinaus sieh in das Wasser senken  Die 
Länge der Ruder der höchsten Tbranitenreihe würde nach den für die 
Trieren als mafsgebend angenommenen Verhältnissen etwa 20 Fufs betragen 
haben; ein so langes Ruder zu regieren, würde aber nach Smith's prak- 
tischer Erfahrung die Kräfte eines Mannes nicht überstiegen haben. Fügt 
man nun auf der Plateform der Thraniten noch eine dritte Ruderreihe 
hinzu, so würde dies das Bild einer Hexere ergeben. Da es aber er- 
wiesen ist, dal's die gröfseren Kriegsschiüe mehrere Plateformen überein- 
ander hatten, wie z. B. das vom Athenaeus beschriebene Schilf des Hieron 
von Syrakus deren drei zählte, so konnte mithin jeder dieser Gänge in 
der oben angegebenen Art mit drei Ruderreihen besetzt sein. Für die 
Construetion der Dodekeren würden also nach diesem Schema drei Plate- 
formen erforderlich gewesen sein.- Die Ruder der obersten Ruderreihe der 
Dodekeren würden nach der oben angegebenen Berechnung etwa 30 Fufs 
betragen haben. Unbegreiflich freilich sind die von Plutarch, Athenaeus 
und Plinius gleiehlautend überlieferten Berichte über jenen Leviathan der
        

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