Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-725046
das Wasser tauchen. Nimmt man an, dafs es nur eines Abstandes von 
35 Fufs bedurfte, um den Ruderern einer und derselben Reihe bei einem 
tactmäfsigen Rudern freien Spielraum zu lassen, ferner dal's die Sitze der 
oberen Reihe nur wenig höher, als die der unteren lagen, so ergiebt sich 
daraus, clafs ein solches mit einer Doppelreihe von zwölf Rudern auf jeder 
Seite ausgerüstetes Schiff mit Leichtigkeit bewegt werden konnte. Schwie- 
riger schon stellt sich die Frage über die innere Einrichtung der Triere, 
eines Schilfes von drei horizontal übereinander liegenden Ruderreihen. James 
Smith's verdienstliche Untersuchungen v über den Schiffbau der Griechen und 
Römer", welche sich zum Theil auf eigene praktische Erfahrungen in der 
Schilfsbaukunst stützen, sollen neben dem sehätzbaren Material, welches 
Böckh in seinen vUrkunden über das Seewesen des attischen Staates" nieder- 
gelegt hat, für uns hier rnafsgebend sein, und wollen wir zur näheren 
Erläuterung an den von Smith entworfenen Querdurchsebnitt einer Triere 
(Fig. 292) zunächst unsere Erklärung anknüpfenl. Die Buchstaben be- 
Fig. 292. 
G 
C 
1. X 
1'  
w  u. 
 
zeichnen hier die Rudergriiie (xaim), remi) und Ruderreihen. Die unterste 
Reihe der Ruderer  Thalamiten (äalapirqg) genannt, safs nahe der 
Seitenwand auf dem Verdecke. Ihre Ruder lagen in der untersten Reihe 
der Scharten (zgqjnaza, zgvnajyaza, äcpäalyoi, colunzbaria), welche in 
einer Entfernung von etwa  Fufs von einander und etwa 2 Iüifs über 
dem Wasserspiegel nur wenig tiefer als die Sitze der Ruderbänke in den 
1 Leider gestattet es nicht der Raum, hier auf denjenigen Theil der höchst verdienst- 
lichen Kritik H. J. Heller's der neueren Commentarien zum Cäsar (Philologus. XIX. 
S. 465-576) näher einzugehen, in welchem er, bei Gelegenheit der Besprechung von dal's 
Buch: wLa flotte de Cäsar-v. Paris 1861, seine eigenen Ansichten über die Anordnung der 
Ruderreihen niederlegt. Wir glauben jedoch, dal's gerade die erst in neuerer Zeit hekannl 
gewordene Reliefdarstellung einer Trireme aus Athen (Annali dell' instit. di corrispondenza
        

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