Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-722173
Ionische Säule 
zu Korinth lehrt. Als Beispiel der schönsten Form fügen wir unter Fig. 7 
die Abbildung einer der Blüthezeit griechischer Architektur angehörenden 
Säule, nehmlich des Parthenon hinzu, deren Capitell Fig. 8 in vergröfsertem 
Mafsstabe darstellt. 
Sprach sich in der dorischen Säulenordnung der Geist und die ern- 
stere Sinnesart des dorischen Stammes künstlerisch aus, so kann man 
sagen, dal's der leichtere, beweglichere und auf äufserc Zierde gerichtete 
Sinn des ionischen Stammes in der nach ihm benannten Säulenordnung 
seinen Ausdruck gefunden hat. Ueber den Zeitpunkt der Entstehung dieser 
Säulenbauart ist hier nicht der Ort zu sprechen. Es genüge die Anfüh- 
rung, dal's schon um die 30. Olympiade (656 v. Chr.) neben der dori- 
scheu auch die ionische Säulenordnung üblich gewesen ist. Damals nämlich 
Fig. 9. Fig. 10. 
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f:  soll Myron, Tyrann von Sikyon, ein Schatzhaus zu 
  Olympia geweiht haben; dasselbe enthielt zwei Gemächer, 
  Änmdenel: dgs leine Älie dorische, das andere dagegen 
   1c ionisc c äu enor nung zeigte. 
(i   Die ionische Säule unterschied sich von der dori- 
p  f sehen zunächst durch eine "gröfsere Leichtigkeit und 
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li    Säule sich durchschnittlich auf rier bis belief. Die 
E:  Säule zerfällt lIl drei lheile, indem zu Schaft und 
f!   Capitell noch ein Fufs oder eine Basis hinzukommt. 
l] äi Dieselbe besteht aus mehreren, auf einer quadratischen 
i  j Platte (vrliväog) ruhenden und durch mehrere Hohl- 
 kehlen (zgdxilog) von einander getrennten, polsterartigen 
 Vorsprüngen (torus), welche die Säule gleichsam vom 
l l Boden emporheben. Der Schaft zeigt dieselbe cylm-
        

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