Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-724906
beiden Seiten geschärfte Klinge (äytpqxsg, ängeiyvov) mafs etwa 16 bis 
18 Zoll in der Länge und 2 bis 2? Zoll in der Breite (Fig.279d)1. 
Eine bis zum Griff reichende Scheide (xolsäg, Fig. 279er, welche ent- 
weder aus Metall oder von Leder mit metallenen Beschlägen besetzt war, 
bedeckte die Klingeä. Wie die meisten Waffenstücke der Heroönzeit durch 
die veränderte Art der Kriegsführung einer Umwandlung unterworfen waren, 
so auch das Schwert. Iphikrates verlängerte nach Cornelius Nepos oder 
verdoppelte nach Diodor die Länge 
u fig" 27? d r der Schwertklingen der Linien- 
 Infanterie, während die Hopliten 
r g wohl noch das kürzere Schwert 
"   a  der älteren Zeit beihehielten. Ne- 
ß  ben diesem geraden Schwerte wird 
c im Alterthume noch das lakedä- 
  monische Schwert (pdxatga) er- 
i" wähnt, dessen Klinge vom Kreuz- 
 griff aus auf der einen Seite leicht 
 gekrümmt und hier geschärft war, 
 ß während die andere gerade Seite 
f derselben nach Art unserer Messer- 
fj rücken stumpf, die Spitze aber nach 
dem Rücken zu schräg abgekantet 
 erscheint. Ein solches, jedesfalls 
nur zum Hiebe brauchbares, lakedämonisches Schwert ist unter Fig. 2790 
abgebildet; auch das in der Scheide ruhende Schwert (Fig. 279 b) läfst 
nach der Form des Griffes auf eine gekrümmte Klinge schliefsen. Als 
eine dritte Gattung der Schwerter ergeben sich die mit einer doleh- oder 
degenartig geformten Klinge versehenen, welche mehrfach auf Monumenten 
vorkommen (F ig. 279a). Was nun die künstlerische Ausstattung dieser 
Walfe betrifft, so richtete sich dieselbe vorzugsweise auf die Verzierung 
der Scheide und des Griffes. Einen solchen in Form eines Thierkopfes 
l Ein höchst zierlich gearbeitetes, mit einer Schilfklinge versehenes griechisches Schwert 
des königl. Antiquarium zu Berlin, welches bei Pella in Makedonien gefunden worden 
ist, mifst 21 Zoll, von denen 4 Zoll auf den Griff kommen. Ein anderes Schwert aus 
derselben Sammlung hat eine Schneide von 19{ Zoll Länge und einen Griff von 4; Zoll. 
Letzteres gleicht vollkommen dem unter Fig. 279d abgebildeten. 
9 Scheide und Schwert '(Fig. 279 e,d) gehören ein und derselben Figur an. 
3 Von solchen metallenen Scheiden sind einige Exemplare auf uns gekommen; im 
königl. Antiquarium zu Berlin befindet sich u. a, eine Scheide aus getriebenem liletall, 
welche einer dolchartigen Waffe angehört haben mag.
        

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