Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-724798
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Harnisch von einer zu meiner Zeit ganz ungewöhnlichen Form, in frü- 
heren Zeiten aber trugen die Heroön solche. Derselbe besteht aus zwei 
ehernen, durch Schnallen (rrsgdvat) verbundenen Platten, deren eine die 
Brust- und Magengegend, die andere aber den Rücken schützte. Den 
Brustpanzer nannte man Gyalon (yzialov), den Rückenpanzer Prosegon 
Fig. 267. (rtgodüyov). Selbst ohne Schild schien der Körper 
(N l hinlänglich dadurch geschützt." Pausanias hat uns 
f f A'  in diesen Worten das vollständige Bild des 19:69:12"; 
f drdötog oder omzög, des aufrechtstehendcn oder 
f an festen Panzers, gegeben, wie ihn beim Homer die 
i Vorkämpfer trugen und wie wir demgemäfs dem- 
 selben vorzugsweise bei Kriegern auf Vasenbildern 
" älteren Styls begegnen (Fig. 267). Auch möchten 
O w-ir zur Veranschaulichung dieser ältesten Panzerform 
' ß auf die mit dem Namen des Teukros in der Gruppe 
der äginetischen Bildwerke zu München bezeichnete 
 Figur aufmerksam machen. Aus diesem jedesfalls 
aus starken Metallplatten gearbeiteten Kürafs, der übrigens nur bis zur 
Hüfte reichte und hier entweder scharf abschnitt oder zum Schutz der 
Weichen rings mit einem ausgebogenen Rande versehen war, entwickelte 
sich der leichtere, von dünneren Metallplatten zusammengefügte und nach 
der Muskulatur des Körpers gearbeitete Panzer, wie solcher in dem Fig. 264 
abgebildeten Basrelief auf einer Stele aufgestellt ist. Wir haben also bei 
diesem Waffenstück, wie beim Helm, einen Uebergang von der schweren 
Rüstung der älteren Zeit zu der leichteren und geschmackvolleren einer 
späteren Periode,.in welcher die Yßfällllßftß Kampf- 
Fig- 268- art überhaupt eine zweckmäfsigere Bewaffnung er- 
k heischte. Hauptsächlich aber unterschied sich dieser 
_'2 jüngere Panzer, der übrigens wohl nur von An- 
öj" Führern getragen worden sein mag, von jenem äl- 
m N teren dadurch, dal's die vordere Panzerhälfte sich 
v bis unter die Nabelgegend über den Leib wölbtea 
1a) I! Um die Hüften wurde, theils um die Panzägstüäke 
i S! zusammenzuhalten theils zum Schutze der eiß CH 
  ein Leibgurt (Cwddafg, Caivq) oberhalb des Panzers 
j l getragen, der durch Spangen, so im Homer durch 
 goldene (öxijs; xgzidatot), geschlossen wurde. _Mit 
solchem Zoster ist z. B. Odysseus auf einer etruskisehen Aschenkiste (I3ig268) 
oberhalb seines, wie es scheint ledernen Kellers gegiirtet. Unter dem Panzer 
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