Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-724705
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Gymnastik und Agonistik. 
Das Pferderennen. 
Ol. 131 bei den öffentlichen Spielen eingeführt. Die Regeln für das Wett- 
reiten waren wohl dieselben, wie beim Wagenlauf; nur mochte das Um- 
biegen um das Ziel hier nicht mit so grofsen Gefahren verknüpft sein, 
wie bei jenem. Dafs freilich auch beim Wettreiten sich Unglücksfälle 
ereigneten, geht aus einem Vasenbilde (Panofka, Bilder antiken Lebens. 
Taf. III, 4) hervor, wo ein vom Rosse abgeworfener Reiter am Boden 
hingeschleift wird. Die Ankunft am Ziel aber sehen wir auf dem Vasen- 
bilde Fig. 262 dargestellt, wo der Kampfrichter den Sieger, welcher 
Fig. 262. 
um eine Pferdelänge seine Mitkämpfer geschlagen hat, empfängt. Als eine 
besondere Art des Wettreitens wird die xdlmy bezeichnet, bei welcher 
der Reiter bei der letzten Umkreisung der Bahn von seinem Pferde ab- 
sprang und, dasselbe am Zügel festhaltend, das Ziel zu erreichen strebte. 
Aehnlich der Kalpe, welche sich übrigens nicht lange erhielt, war eine 
Art des Wettfahrens. Bei demselben standen zwei Personen, nämlich ein 
Wagenlenker (iivioxog) und der eigentliche Wettfahrende, auf dem Wagen. 
Dieser sprang nun bei der letzten Umkreisung der Bahn vom Wagen herab, 
lief neben demselben zu Fufs einher und schwang sich kurz vor dem Ziel 
mit Hülfe des Heniochos wieder auf denselben hinauf, daher sein Name 
änoßdrqg oder ävaßdzqg. Bei den Panathenäen war dieser Wagenkampf 
besonders üblich, und giebt ohne Zweifel der Fries des Parthenon eine 
Abbildung desselben. Hier werden nämlich die Dreigespanne von Wagen- 
lenkern geleitet, während mit Helm und Schild bewaiTnete Krieger den 
S. 249 beschriebenen Waifenlauf theils neben dem Wagen ausfiihren, theils 
als Anabatai sich auf denselben hinaufschwingen. 
In den Kreis gymnastischer Uebungen gehört auch das Ballspiel 
(Gcpougtozlmf), welches als gliederstärkend von den Aerzten des Alter-
        

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