Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-724691
Gymnastik und Agonistik. 
Das Wettrennen. 
Das Pferderennen. 
263 
welches, ebenso wie das unter Fig. 256 abgebildete, das Innere einer 
etruskischen Grabkammer schmückt, die Vorbereitung zum Wagenrennen. 
im e Fig. 261. 
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Links lenkt bereits ein Wagenlcnker seine Biga auf den Kampfplatz, wäh- 
rend ein Sachverständiger die Tüchtigkeit der Rosse und ihre Ansehirrung 
bei dem nachfolgenden Zwiegespann noch zu prüfen scheint, bevor das- 
selbe in die Schranken eingelassen wird. Zur rechten Seite aber werden 
in einer die Wirklichkeit sehr treu nachahmcnden Weise zwei Rosse von 
Dienern vor den Wagen gespannt. Andere Denkmäler vergegenwärtigen 
uns die dahinstürmenden Gespanne, zugleich aber auch die Gefahren dieses 
Kampfspiels, welche Sophokles in der Elektra mit den Worten schildert: 
Am Boden bald hinschleifend, bald zum Himmel hoch 
Die Glieder zeigend, bis die NVagenführer selbst, 
Mit Mühe hemmend sein Gespann, ihn löselcn. 
Und 
an 
einer 
anderen 
Stelle: 
Und nun zerschmettert] Einer durch den einen Fehl 
Den Andern, stürzte nieder, und zerbrochener 
Rennwagen Trümmer deckten rings das Pliokerfeltl. 
So erblicken wir auf einem Vasenbilde (Panofka, Bilder antiken Lebens. 
Taf. III, 10) ein mit zerrissenen Zügeln einhersprengendes Pferd, auf eineln 
Wandgemälde (Micali, Pltalia avanti il dominio dei Romani. Atlas. Tav. 70) 
einen von den sich btiumenden Rossen zertrümmertenWagen, dessen Lenker 
hoch in die Luft geschleudert wird, und verweisen wir schließlich auf die 
Darstellung der circensischen Spiele auf dem Lyoner Mosaikboden, welcher 
im Q 104 abgebildet ist. 
Dem Wettfahren nahe verwandt ist das Wettrciten (irmoögonia). Die 
Reitkunst, namentlich ihre Anwendung im Kriege und bei den Spielen, 
scheint erst mit dem Beginn der historischen Zeit aufgekommen zu sein, 
während der im heroischen Zeitalter übliche Streitwagen vom Scblaclltfeldc 
verschwand und sich in der hergebrachten Form nur noch in den xlgonen 
erhielt. Nur bei den barbarischen Völkern blieb der Streitwagen noch länger 
im Gebrauch. Wie bei dem Wagenrenneil unterschied man auch beim 
Pferderennen das Reiten auf einem ausgewachsenen Pferde (Znmp xäloyu) 
von dem auf einem Füllen (xälqzz nailqz); ersteres wurde O1. 33, letzteres
        

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