Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-724445
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Tonkunst. 
Blaseiustnlmente: 
Doppel-Aulos. 
ävögvfiog), das andere mit vier Tonlöchern versehene Rohr tibia sinjstra 
oder der weibliche Aulos (aüög yvvouxwjiog); jenes enthielt die tieferen, 
dieses die höheren Töne'. Beide Pfeifen waren nun entweder von gleicher 
Länge und Gestalt (Fig. 244a, d, f, 7c, l), und dann namentlich bei Ge- 
lagen und zur Begleitung gymnastische-r Uebungen im Gebrauch, oder 
von ungleicher Länge, aber gleicher Form (oniloi yayoflaoz), oder end- 
lich von ungleicher Länge und gänzlich von einander verschiedener Ge- 
stalt (Fig. 244a, i). Die Pfeifen waren entweder ohne Klappen (Fig. 244 
a, f, 711,!) oder mit solchen versehen, wie bei dem unter d abgebildeten 
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Fig. 244. 
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Instrumente ersichtlich ist, welches ein mit den Attributen der Euterpe ver- 
sehener Genius auf einem Sarkophage im Vatican in den Händen hält. An 
ihrer unteren Mündung aber erweitern sich die Röhren oft in Form des 
bei unserem Clarinet gebräuchlichen Schallbechers (xcööwv) (Fig. 244a, d). 
Bei der phrygisehen Doppelflöte, 57.115110: aziloß genannt, bei welcher das 
eine Rohr gerade, das andere längere aber nach unten hornartig gekrümmt 
ist, tritt diese Erweiterung der einen Röhre am stärksten hervor. Zur 
Erläuterung dieser phrygischen Doppelflöte haben wir unter Fig. 244i 
nach einem Sarkophage im Vatiean eine dieses Instrument spielende weih- 
1 Solcher Doppelschalmeien, Dulka genannt, an denen jede Röhre zwei TonöiTnungen 
hat, bedienen sich merkwürdiger Weise noch heutzulage die Landleute in einigen Gegenden 
Rufslands.
        

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