Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-724099
Die Tracht. 
Schmucksachen. 
203 
Kränze aufbewahrt. Vor allen aber verdient ein zu Armento, einem Dorfe 
der Basilicata, gefundener und gegenwärtig in München befindlicher goldener 
Kranz von griechischer Arbeit Erwähnung (F ig. 228). Ein Eichenzweig bildet 
hier die Grundlage, zwischen dessen aus feinem Goldbleeh geschlagenen 
Blättern mit blauem Schmelz ausgefüllte Astern und Convolvolus, sowie Nar- 
eissen, Epheu, Rosen und Myrthexi sinnig untereinander verschlungen hervor- 
blicken. Dieses Blumengewinde trägt zuoberst eine geflügelte Göttin, über 
deren mit Gräsern verziertem Ilaupte auf zartem Stengel eine Rose schwebt. 
Vier geflügelte nackte männliche und zwei weibliche bekleidete Genien, welche 
auf den Blumen sich wiegen, zeigen auf die Göttin hin. Diese aber steht auf 
einem von den Blumen getragenen Postament, welches die Inschrift trägt: 
KPEIQQNIOÄ HOHKH TON ETHQANON. 
Ohrringe (ävaizaa, älldßwe, älmzijgsg) wurden in Griechenland nur 
von Frauen getragen, während bei den Persern, Lydern und Babyloniern 
dieselben bei beiden Geschlechtern üblich waren. Ihre Gestalt war mannig- 
fach, bald in Form eines. einfachen Ringes, bald in der von Ohrgehängen, 
und alsdann ebenso geschmackvoll gearbeitet wie die übrigen Schmucksachen. 
Fis- 229. 
  
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Als Beispiele haben wir unter Fig. 2291) ein auf Ithaka gefundenes goldenes 
Ohrgehänge in Gestalt einer die Doppelilöte in der Hand haltenden Sirene, 
ferner einen mit Granaten besetzten und aus demselben Fundorte stam- 
menden Ohrring, dessen eines Ende in Gestalt eines Löwenkopfes, das 
andere als Schlangenkopf gebildet ist (Fig. 229.1"), Sodann unter Fig. 229a
        

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