Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-723870
Die Tmcht. 
Doppel  
Der 
 Chiton. 
181 
wie dort für Männer, deren Thiitigkeit eine möglichst freie Bewegung des 
Oberkörpers erheisehte, auch als weibliche Tracht bei jener schönen Statue 
im Vatican, welche unter dem Namen der springenden Amazone bekannt 
ist (Müllers Denkmäler I. No.138a), sowie mehrfach bei Statuen der 
Artemis und bei Darstellungen dieser Gottheit auf geschnittenen Steinen 
und Münzen. Den langen, einfachen, bis zu den Füfsen reichenden Frauen- 
Chiton jedoch, dessen Ueberschufs an Länge nur wenig durch ein Hinauf- 
ziehen über den Gürtel verkürzt erscheint, lernen wir aus einem. in dem 
Abschnitt über den Tanz  57) abgebildeten Vasenbilde kennen, auf 
Figm 214. welchem Jungfrauen und Jünglinge im Reigentanz 
 miteinander verbunden, erstere mit langen, letztere 
 mit kurzen Chitoncn bekleidet, dargestellt sind. 
"KT? Aus dieser letzten Form des langen Frauen- 
  Chiton hat sich der Doppel-Chiton entwickelt. Es 
l wurde dazu ein sehr weites und langes oblonges 
M! Gewebe genommen, welches, ähnlich wie der oben 
H 7  beschriebene dorische Chiton der Männer, an der 
 einen Seite offen gelassen wurde. Dieses etwa an- 
x  ß  derthalb Körperlängen haltende Gewand wurde der- 
ä j: artig angelegt, dafs der Ueherschufs des Stoffes vom 
i g Halse abwärts über Brust und- Rücken umgeschlagen, 
, der durch den Umschläg ghebädete Hoberc älind un; 
 den Hals eleet und ie ei en o enen c'en au 
E5215, einer Schut-itcro zusamrnengenestelt wurden, so dafs 
  mithin an dieser offenen Seite der nackte Körper sicht- 
   bar war (Fig. 214). Auf der anderen Schulter aber 
 Drift-Pfades wurde der obere Rand des Gewandes gleichfalls durch 
Ä eine Spange befestigt und der andere Arm durch die 
i! W ff zwischen dieser Spange und der entsprechenden Ecke 
  des Gewandes am oberen Rande freigebliebene Oeff- 
 Nlfq nunil hindllrcldgestlblzii Weise wurde der halboffene 
 anz in erse   
lll  Chiton, das heifst derjenige, dessen offene Seite etwa 
f vom Gürtel abwärts bis zum unteren Saume zu- 
 sammengenäht war, angelegt. Die unter Fig. 215 
1 dargestellte Bronzestatuette verdeutlicht uns diese 
   Manipulation am klarsten. Ein junges Mädchen ist 
I,  1km hier im Begriff, die halboffene Seite des Chiton, 
'11  H l welcher bereits auf der rechten Schulter mittelst einer
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.