Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-723781
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dewannen. 
Stein und Metall 
3.115 
Gefäfse 
unter dem Gefäfse ansehürt. Von Schüsseln besitzen unsere Museen noch 
einige Exemplare. Dieselben sind sehr massiv gearbeitet, und ihre Be- 
malung mit Fischen und Sepien deutet aul" ihre Verwendung als Schüsseln 
zur Anrichtung von Fischgerichte-n hin, weshalb sie auch mit dem Namen 
3136m bezeichnet wurden. 
Als Hausgeräth können wir auch die Badewanne bezeichnen. Schon 
bei Homer erscheinen silberne und wohlgeglättete, wahrscheinlich also von 
Fiat 205. polirtem Stein angefertigte Badewannen (ridoiiwväoz), 
Älty: jedesfalls grofs genug, um eine Person aufnehmen 
"X i  [j zu können. In späterer Zeit jedoch scheinen diese 
X x [I] f Asaminthoi zu verschwinden und statt ihrer jene 
31g grofsen schalenartigen, bald auf einem, bald auf meh- 
reren Füfsen ruhenden Badebeeken (Äozinjgeg, Äov- 
 njgwe, Fig. 205), welche durch eine in der Wand 
booooooooom angebrachte Röhrenleitung gespeist wurden, aufge- 
kommen zu sein. Solchen Badebeeken begegnen wir 
auF Vasenbildern, welche Badeseeneil darstellen, in mannigfacher Form. 
Gröfsere Badebassins jedoch, in welchen ein oder mehrere Badende Platz 
hatten und die in den privaten oder öllentlichen Badestuben (ßalavsioe) 
entweder in den Boden eingemauert oder in den lebendigen Felsen gehauen, 
vielleicht auch freistehend aus Stein verfertigt waren, wurden mit den 
Namen xolvpßijäga, mislog und 3402x1912 bezeichnet. 
39. Verweiltcn wir bei der Betrachtung der griechischen Gefzifse 
bisher vorzugsweise bei den Fabrikaten aus Thon, so haben wir jetzt 
noch einige Bemerkungen über jene Gefaifse aus Metall, aus edlen, halb- 
edlen und geringeren Steinartcn, sowie aus Glas, welche theils als Ge- 
brauchs-, theils als Schaugefäfse vielfach vorkommen, hinzuzufügen. lm 
Allgemeinen wollen wir hier die Bemerkung vorausschicken, dafs die 
Namen für die Formen der Thongefäfse auch für die aus anderem Ma- 
terial hergestellten gelten. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden 
ist nur der, dafs hier statt der Bemalung die Plastik in ihrer reichsten 
Entfaltung aufzutreten Gelegenheit fand. Unter den Steinarten war es 
zunächst der feine weifse Alabaster, welcher, einmal wegen der Zartheit 
seiner Farbe, dann aber, weil die diesem Steine eigenthiimliche Kälte sich 
vorzugsweise zur Conservirung von Salben eignete, besonders häufig zu 
jenen zierlichen Salbflaschen, die wir auf S. 166 mit dem Namen Alabastron 
bezeichnet haben, seltener jedoch zu Trinkschalen verarbeitet wurde. Mit 
bewundcrnswerther Geschicklichkeit wurden die Wände des Gefaifscs oft
        

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