Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-723435
uter. 
Zugänge 
Ein: 
ichtu 
Sitzstl 
137 
gewöhnlich zwischen den Stützmauern und dem Bühnengebäude, und die 
Zuschauer stiegen von der Orchestra aus zu den Sitzen empor. Jedoch 
waren bei größeren Theatern auch andere Zugänge wünsphenswerth. Beim 
Theater zu Dramyssos führten Treppen aufsen an der Stützmauer zu dem 
Diazoxna empor; bei anderen 'l'heatern, wo es die Lage gestattete, waren 
auch Zugänge in den oberen Theilen des Koilon angeordnet; so in dem 
oben erwähnten T heater von Segesta und dem zu Sikyon, von dem Fig. 176 
(Mafsstab I 60 Meter) den Grundrifs zeigt. Hier führten zwei Gange 
(a und b) durch den Berg selbst von zwei verschiedenen Seiten in die Mitte 
des Koilon hinein; vergl. den Durchschnitt Iiig. 177, wo B die Lage des 
Fig 178_ einen Durchganges (b) erkennen liifst, von dem anderen 
  (a) giebt Fig.178 eine Ansieht. Aufserdem aber dienten 
lii-rägiliiiiii:iiiiHmm4mäwmmhglhgähzg;g zur Verbindung der einzelnen Sitzreihen und zur Com- 
 131i; ü.  xnunieation bei allen Theatern schmale Treppen, welche, 
  wie Radien auf den Mittelpunkt der Orchestra zulaufend, 
  das Koilon in verschiedene keilförmige Abschnitte (zag- 
 xiäsg) theilten. Bei griechischen Theatern sind dieselben 
gewöhnlich in gerader Zahl angebracht, und der Zahl nach variiren sie 
'e nach der Gröfse und den besonderen loealen Bedingungen zwischen 
iwei und zehn. Wo mehrere Diazomata angeordnet sind, findet theils ein 
Wechsel in der Stellung der Treppen (wie zu Knidos, Segesta, Strat0ni- 
keia), theils eine Verdoppelung derselben (wie zu Drainyssos) statt. Die 
Treppen wurden so angeordnet, dafs je zwei Stufen derselben dem Raume 
einer Sitzstufe entsprachen; die Sitzstufen selbst aber waren der Art ge- 
bildet, dafs darauf eine Reihe von Zuschauern bequem sitzen konnte, ohne 
von den Füfsen der auf der höher liegenden Reihe Sitzenden beeinträch- 
tigt zu werden. Ihre Höhe sollte nach Vitruv nicht weniger als einen Fufs 
und nicht mehr als einen Fufs sechs Zoll betragen, welches geringe Höhen- 
mafs sich durch die Sitte erklärt, durch Polster oder Kissen die Sitze zu
        

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