Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-723421
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Theate 
zu Dramyssos. 
len und von den Griechen dzalaiuaza genannt wurden. Beispiele mit 
einem Diazoma gewähren aufser dem Theater zu Segesta noch das zu 
Stratonikeia (Fig. 170). Andere zeigen deren zwei, wie zum Beispiel das 
kleine Theater zu Knidos, welches auch als Odeum betrachtet wird und 
dessen Grundrifs unter Fig. 174 (Breite der Orehestra ungefähr I 65 engl. 
Fufs) mitgetheilt ist. Das Koilon desselben wird von rechtwinkeligen 
Mauern eingeschlossen, was Wahrscheinlich durch den Lauf der Straßen 
bedingt ist, zwischen denen das Theater liegt. 
Ebenfalls zwei trennende und überdies noch ein das ganze Koilon 
umschließende Biazorna zeigt das Theater zu Dramyssos in Epeiros, welches 
zugleich als Beispiel der oben besprochenen rechtwinkelig geschlossenen 
Theater betrachtet werden kann. Das Koilon ist, wie der Grundrifs Fig. 175 
(Mafsstab I 100 engl. Fufs) zeigt, gut erhalten; an der Stelle des oberen 
dritten Diazoma's nimmt Donaldson einen Säulengang an, von dem indefs 
keine Ueberreste erhalten sind. Der Durchmesser der Orchestra ist sehr 
klein im Verhältnifs zu dem des Zuschauerraumes; bei d und e führen 
Treppen an den Abschlufsmauern zum zweiten Diazoma empor. Der Bau 
ist im Ganzen sehr einfach und wird deshalb von Einigen als sehr alt 
und griechischen Ursprungs betrachtet; nach Anderen würde derselbe je- 
doch erst der römischen Zeit angehören. Vom Bühnengebäude sind keine 
kenntlichen Ueherreste erhalten. 
Auf der Aufsenseite wurde das Koilon gewöhnlich von einer Mauer 
umschlossen, wie das Theater zu Dramyssos und andere zeigen, und 
Vitruv ordnet in seiner Beschreibung des griechischen Theaters hier einen 
Säulengang an, jedoch haben sich sichere Reste eines solchen aus grie- 
chischer Zeit nicht erhalten. 
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