Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-723333
günstige Lage nur zu den Seltenheiten gehören konnte, sah man sich oft 
genöthigt, die erforderliche Erderhöhung künstlich zu schalfenl, und fafste 
zu dem Zweck die Bahn durch einen künstlichen Erdwall ein, wie wir 
dies auch schon an den Hippodromen gesehen haben. Eine solche Her- 
stellung der Stadien scheint denn auch bei den Hellenen allgemein üblich 
gewesen zu sein, und Pausanias führt nicht nur mehrere Stadien an, die 
8115 ßillem 801611611 xöwx bestanden haben, wie die zu Korinth, Theben, 
Athen, Olympia und Epidauros, sondern er sagt auch bei Gelegenheit des 
erstgenannten ausdrücklich, dal's die meisten der griechischen Stadien in 
dieser Weise hergestellt gewesen seien. Dal's dieser ursprüngliche einfache 
Fig 164. Frebraruch es nicht verhinderte, 
 v lIl spateren Zelten die Umge- 
    bungen eines solchen Stadion 
f 5    kunstlerisch reich und prächtig 
Ä   9 zu gestalten, jaselbst die um- 
,4      gebenden Sltzreihen ganz aus 
.7   E  "miilgßlhlli e; Steinen aufzurichten, bedarf 
{r  g g f,"  W   gß  
   a   wohl kaum einer Bemerkung. 
 i"  yillllilllliii. ignljimihum"  In Bezug auf die Benutzung 
5  1 der von der Natur selbst dar- 
t g__  gebotenen Räumlichkeiten und 
i   eine damit verbundene künstle- 
C5    rische Ausstattung kann das 
 i Ä  Stadion von Messene als wich- 
   y 1,  tigstes und schönstes Beispiel 
 l   der uns erhaltenen griechischen 
f   5  Stadien betrachtet werden. In 
  v.   dem unteren Theile der Stadt 
i? w  " belegen, hatte es seine Form 
 x  " durch die natürliche Bildung 
'    k a Edr a a1 ( 1a 
k f   es r eic s er aten vg. en 
M L l  I l A  Grundrifs Fig. 164, Maßstab: 
 Wm-he-u-w 100 Meter). Die Area, der 
1 Nöthigenfalls begnügte man sich auch mit einer Erhöhung für die Zuschauer. 
Pausanias erzählt, dal's hinter dem Theater zu Aegina sich ein einseitiges Stadion befand, 
und Rofs theilt von dem Stadion auf Delos mit, dal's sich dessen westliche Seite an eine 
Anhöhe lehne, die östliche dagegen ganz ohne Sitze sei, mit Ausnahme einer Art Tribüne 
von etwa 45 Schritt Länge, die in der Mitte angebracht war und ungefähr drei bis vier 
Sitzreihen gehabt zu haben scheint.
        

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