Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-723285
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u der Hellanodiken zu Elis. 
Die Hippodrome. 
rathung, versammelten. Sie war dorischer Ordnung; zwei Säulenreihen 
theilten sie in drei Theile. Denkt man sich dieselbe mit einer Mauer statt 
 einer blofsen Säulenstellung umschlossen, 
   so würde dies den unter Fig. 161 mit- 
   gemeinen Grundrifs (Mafsstab zöo Fuß) 
r , . . . . .  ergeben, auf welchem A das Mittelsehilf, 
  B B die beiden Seitenschilfe, C dagegen 
D  A C  einen halbkreisförmigen Abschlufs des 
 Mittelschiffs bedeuten, wie letztere als 
 . . o . . . .  Exedren bei der Anlage von Gymnasien 
 B  nicht selten angebracht wurden; bei D 
v, ist die Halle zu denken, in welcher sich 
mH-dt-Ai das Gebäude gegen die Agora zu öffnete. 
So gewinnen wir eine Gehäudeform, die einerseits eine gewisse Analogie 
mit denAnordnung der Tempelcella zeigt und die andererseits der Anlage 
der römischen Basiliken entspricht. Möglich, dal's die 0'106: ßaailsiog, 
welche am Marktplatz zu Athen stand und in welcher der Archon Basi- 
leus zu Gericht safs, in ähnlicher Weise angelegt war. Im Peiräeus befand 
sich eine Stoa mit dem Beinamen paxgd, die aus liinf Säulengängen be- 
stand, und man wird kaum irren, wenn man annimmt, dal's auch manche 
der athenischen Gerichtsstätten, sofern dieselben nicht wie Areopag und 
Delphinium unbedacht waren, eine ähnliche Anordnung hatten. 
28. Von den Gebäuden, die zu Zwecken des öffentlichen Verkehrs 
und zu gemeinsamer Berathung der Bürger bestimmt waren, Wenden wir 
uns zu denjenigen Anlagen, die zur Abhaltung und gemeinsamer Schau 
der öffentlichen Spiele dienten. Wir haben schon oben bei Gelegenheit 
der Gymnasien auf den grofsen Werth hingedeutet, welchen Spiele und 
Leibesübungcn für das griechische Leben hatten. In den Gymnasien gingen 
diese Uebungen vor sich, um die Einzelnen selbst immer geschickter darin 
zu machen und zugleich dem müfsigen Bürger bequeme Gelegenheit zur 
Anschauung derselben zu gestatten. Aber nicht blofs diese private Be- 
Stimmung hatten jene Uebungen; bei den grofsen Festen machten sie den 
Haupttheil der Feier aus, und es mufste schon früh darauf Bedacht ge- 
nommen werden, der grofsen Menge der an den Festen Theilnehmenden 
bequeme Gelegenheit zum Zuschauen zu gewähren. Die Natur der Wett- 
kämpfe bedingte aber für jede Gattung derselben eine besondere Gestaltung 
der Anlage. Die ritterlichen Uebungen des Rofs- und Wagenlaufes fanden 
im Hippodrom (Zrrrcddgouog) statt; die gymnastisehen Uebungen des Pen-
        

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