Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-723232
Pnyx zu Athen. 
117 
athenischen Pnyx erhalten, von der Fig. 154 den Grundrifs, Fig. 155 eine 
perspeetivische Ansicht darstellt. Am Abhang eines Hügels, gegenüber der 
Fig.154. alten Geriehtsstätte des Areopagos be- 
 legen, und fast dem Grundplan eines 
Ä Theaters entsprechend, besteht die Pnyx 
 aus einem Kreisausschnitt, der mit Fels- 
: "m h Wänden und Mauern abgegrenzt ist und 
  tylll N- an dessen Spitze, von allen Punkten 
    gleich sichtbar, die Rednerbühne sich 
1 HMX  F! befindet, welche nebst den emporliih- 
 Ä renden Stufen aus dem lebendigen Fel- 
114"" sen gehauen ist. In späterer Zeit ge- 
Fiz. 
155. 
nügte auch dieser Platz nicht mehr, und die Volksversammlungen wurden 
in das Theater des Dionysos verlegt, aufser wenn es sich um gewisse 
Magistratswahlexx handelte, bei denen die Pnyx auch später in Ge- 
brauch blieb 1. 
Was aber die Art jener ionischen Marktanlagen betrifft, so begegnet 
uns hier wieder die Form eines viereckigen, mit Säulenhallen umgebenen 
Hofes, der, durch die Gunst des Klimas bedingt, von den Griechen so 
oft und gern in ihrer öffentlichen und Privat-Architektur angewendet 
l Durch die Untersuchungen der von der König]. Preufs. Regierung im Jahre 1862 nach 
Athen gesandten wissenschaftlichen Expedition unter Leitung der Herren Böltieher, Curlius 
und Strack ist mit ziemlicher Gewifsheit nachgewiesen, dal's dieser seit Chandlefs Zeiten 
als Pnyx bezeichnete Platz keinesweges die altathenische Pnyx gewesen ist, indem die 
von der vermeintlichen Rednerbtihne aus thalwärts sich neigende Fläche durchaus der An- 
lage derartiger zu Voiksversammlnngen bestimmten Räumlichkeiten widersprechen würde.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.