Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-723058
Die Ausstattung der 
Gräber 
Altäre, 
Steine, 
Steleu. 
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stände vor. Von den mitgegebenen Geräthen haben wir schon gesprochen; 
sie waren für den Gebrauch des Verstorbenen berechnet. Da nun letz- 
Fig_122_ terer auch die Geltung eines Heroön erlangte 
 (das Grab selbst hiefs ganz allgemein Heroon, 
 auch wenn es nicht die Form eines Tempels 
"afgwjglppipsä"  hatte), so bedurfte das Grab eines Altars. Solche 
  Grabaltäre finden sich sehr häufig; meist von run- 
  der Form, sind dieselben entweder glatt gearbeitet 
Tnllflllllfllfflfllfi und nur mit einer Inschrift versehen, wie ein zu 
trällert "i;  D     
  elos gefundener (Fig. 122), oder mitVerzierungen, 
glffl. namentlich mitßlumengewiiiden und Stierschädeln, 
gixßwiiyiiwk  geschmückt, wie solche bereits unter Fig. 43 und 
   44 mitgetheilt sind. Andere dagegen tragen bild- 
Fig.123. liche Darstellungen, wie ein in einem Grabe zu 
 Delos gefundener. (Fig. 123), auf welchem sich 
  aufser der Inschrift: 
all, ijlillgl a; nArzANiAS MEIAONOS XAIPE 
   die Reliefdarstellun ' O f b find 
w,  g eines p ers e et.  
gäjiffijglmlkqljfn Auch andere kleinere Denkzeichen, welche 
W:  sich auf den Verstorbenen beziehen, möchten 
älgiffiiäläff  hier zu erwähnen sein. Auf der Insel Kasos fin- 
  den sich Grabsteine ganz ungewöhnlicher Art 
 Dieselben bestehen aus runden Scheiben eines 
im   ane-  "v 
 '11  L  ß   blauen Marmors von etwa 8-10 Zoll Durch- 
messer. Auf der glatten Vorderseite tragen sie den Namen des Verstor- 
benen, während sie auf der Rückseite halbkugelförmig zugehauen sind. 
Fig; 124, Die am meisten verbreitete Gattung solcher Denkzeiehen, die 
 auch aufserhalb der Grabkammern sehr häufig vorkommen, bilden 
 aber die Stelen (awjlfl), die eine sehr grofse Mannigfaltigkeit von 
Formen zeigen. Es sind flache und schmale Steinplatten, die in 
aufrechter Stellung entweder im Boden oder auf einem Bema be- 
festigt werden und den Namen des Verstorbenen angeben, dessen 
Andenken sie gewidmet sind. Palmettenartige Verzierungen bilden 
um die Krönung derselben; eine solche zu Athen aufgefundene Stele 
ist zur Veranschaulichung unter F ig. 124 als Beispiel beigefügt. 
Diesen Stelen schliefsen sich Säulen an, welche zum An- 
denken der Verstorbenen mit Binden und Ki-änzen verziert wur- 
den, wie dies unter Anderem aus den unter Fig. 125 und Fig. 126 
abgebildeten Darstellungen von zwei athenischen Thongefäfsen 
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