Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-722904
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Das Wohnhaus der 
historischen Zeit. 
Gynaikonitis, Pastas. 
wWeiter nach innen," schliefst Vitruv, wbefinden sich grofse Säle. 
Worin sich die Hausfrau mit den spinnenden Mägden aufhält. Rechts und 
links aber von der Prostas sind Schlafgemächer (cubicula) angeordnet, von 
denen das eine Thalamus, das andere Amphithalarnus genannt wird. Rings 
um den Hof unter den Hallen befinden sich Gemächer fiir den häuslichen 
Verkehr, Speisezimmer, Schlafzimmer, auch Cellen für das Hausgesinde. 
Dieser Theil des Hauses heifst Gynaikonitisß Wir haben schon oben die 
Ansicht ausgesprochen, dal's uns in der Gynaikonitis das altgriechische Haus 
selbst erhalten sei, in welchem dem Manne, der in der Oeffentlichkeit zu 
leben gewohnt war, wohl von Anfang an nur der geringere vordere Theil 
eingeräumt gewesen sein mag, während in dem hinteren Theile die Haus- 
frau mit den Mägden zu schalten und walten hatte. In dieser wohl- 
begründetcn und auch von anderen Forschern getheilten Voraussetzung 
_ können wir die Restauration des älteren 
      griechischenWohnhauses versuchen, wie 
 C3 C) 5:; Ü Ü Ü  eine solche unter Fig.91 gegeben wird. 
 q) 5.!   aus;  In derselben sind leicht die oben be- 
  sprochenen Haupttheile des Gebäudes zu 
  8    erkennen; A ist der schmale Hausflur, 
 ä i q  B der offene mit Säulenhallen umgebene 
   Hof, C der offene Saal (ngodwig, frage:- 
" D l c  g  0102;, vrarrroig), dem sich einerseits das 
   Schlafgemach der Hausherren D, Tha- 
  I 5  lamus, und andererseits der Amphitha- 
 l B l  lamus E anschließen, welcher letzterer 
 '  I:   vielleicht als das Schlafgemach der Töch- 
    ter. betrachtet werden kann. Dahinter 
f; 11 I l B "f  befinden sich gröfsere Räume für die 
  l    unter Aufsicht der Hausfrau arbeitenden 
 f.    Mägde  während rings um den Hof 
    und in dessen Hallen miindend sich an- 
i n H 11  J  J  dere Gemächer für häuslichen Bedarf, wie 
    Vorrathskammern, Schlafzimmer u. s.w. 
  "  anschliefsen  von denen einige zu 
Seiten des Einganges liegend und auf die Strafsc mündend, häufig zu 
Läden oder Werkstätten bestimmt waren  Hinter dem Hause konnte 
sich, mehr oder weniger durch die Nachbarhäuser eingeengt, ein Garten 
belinden  dessen Erwähnung bei den Alten nicht selten ist. 
Zur Veranschaulichung der inneren Räume diene Folgendes. Die in
        

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