Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739699
welche 
durch 
ihre 
andere 
Consistenz 
sofort 
in 
die 
Augen 
springt. 
Manchmal wird dieses Deckweiss, und mit Vortheil, ver- 
wendet, gewisse Farben undurchsichtiger zu machen, um da- 
durch einen Wechsel in der Durchsichtigkeit und Festigkeit 
der Farbe hervorzubringen, was der Stofflichkeit verschiedener 
Gegenstände entspricht. S0 verwenden manche Maler das Deck- 
weiss, um durch eine kleine Beigabe in die Töne der Luft 
diese zarter erscheinen zu lassen, oder um die Luft gegen den 
Horizont undurchsichtiger zu machen, wenn die übrige Luft 
mit reinen Aquarellfarben gemalt wurde. 
Ich wiederhole aber, dass der Gebrauch des Deckweiss 
nur in sehr beschränktem Masse zulässig ist, und man sehr 
leicht geneigt ist, über die erlaubte Grenze zu schreiten, da die 
Bequemlichkeit der Arbeit leicht dazu verführt. 
Man kann gegenwärtig auch genug Bilder auf den 
Ausstellungen begegnen, bei welchen man die Grenze schwer 
findet, wo das Aquarell aufhört und das Gouachegemälde 
beginnt. Ein Nachtheil, den diese gemischte Technik haben 
mag, ist immerhin der, dass manche Papiere, ja mehr oder 
weniger alle mit der Zeit gelber werden und sonach das 
unveränderliche Weiss in einem anderen Tonverhältnisse zu 
den übrigen Farben oder dem nun veränderten Weiss des 
Papieres 
steht.
        

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