Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739688
Gebrauch 
des 
Permanent -Weiss. 
Es galt bis vor Kurzem allgemein als Regel, dass man 
bei einem Aquarelle absolut kein Deckweiss verwenden dürfe, 
und ein Aquarell, bei welchem man die Entdeckung machte, 
dass irgend ein Lichtchen, anstatt ausgespart zu werden, mit 
Deckweiss aufgesetzt wurde, büsste, wenn nicht den ganzen, 
so doch einen grossen Theil seines Werthes als Aquarell ein. 
Dieser Ansicht war man mit vollem Rechte, denn die 
angewendete Deckfarbe war gewöhnlich Bleiweiss, welches 
nach Kurzem grau oder, wie ich die Bemerkung an alten, mit 
Weiss aufgesetzten Zeichnungen machte, gelbroth wurde oder 
gar sich abhlätterte. 
Heutzutage besitzt man aber das in jeder Beziehung 
vortreffliche Permanent-Chinese-White (Winsor 8c Newton), 
welches allen Anforderungen entspricht. Nach meiner Empfin- 
dung ist es zwar immerhin besser, davon nur den unumgäng- 
lich nothwendigen Gebrauch zu machen, in manchen Fällen 
ist man aber doch genöthigt, zu diesem Mittel zu greifen. 
Die Behandlung des Deckweiss, wobei es sich haupt- 
sächlich darum handelt, scharfe Lichter aufzusetzen, ist sehr 
einfach. Die mit dem Deckweiss angesetzten Lichter übergeht 
man nach dem Trocknen mit einer beliebigen Farbe dem 
Zwecke entsprechend, und muss nur darauf Acht haben, beim 
Uebergehen rasch über das Weiss zu malen, damit es sich 
nicht wieder auflöst. Diese so behandelten Lichter erhalten 
durch diese Lasur den Charakter der Aquarellfarbe nicht wie 
etwa dieselbe Farbe durch eine andere Deckfarbe aufgesetzt,
        

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