Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739663
Motive. 
Es gibt wohl nichts, was man nicht in Aquarell malen 
könnte, jedoch hat jede Technik der Malerei in dem Sinne eine 
Beschränkung, dass Zweck und Stoff derselben entsprechen sollen. 
Entschieden eignet sich die Aquarellmalerei am besten nur 
zur Kleinmalerei, und da gibt es wieder ganz bestimmte Motive, 
welche sich besonders für diese Technik eignen. 
Es liegt in der Natur dieser Technik, dass an Details sehr 
reiche und bestimmt gezeichnete Motive sich besonders hiezu 
eignen, ebenso jene Motive, wo Licht und Schatten in starken 
Gegensätzen neben einander stehen. 
Feingestimmte Landschaften, überhaupt Motive, in welchen 
der Hauptreiz, aber auch die Schwierigkeit in den richtigen 
und genau abgewogenen Ton- und Farbcnunterschieden liegt, 
gehören zu den schwierigsten Aufgaben in der Aquarellmalerei, 
die wohl zu bewältigen, aber besser und leichter in der Oel- 
technik zu erreichen sind. 
In der Natur der Aquarellfarben liegt es auch, dass sich 
die Aquarellteclmik mehr für hell als dunkel gestimmte Ge- 
mälde eignet, zum mindesten erstere leichter zu behandeln sind, 
da dem Aquarell viel weniger Farbentöne der Tiefe nach zur 
Verfügung stehen wie der Oeltechnik. 
Aus bereits erwähnten Gründen eignet sie sich auch 
besonders zu Reisestudien und zur Vedutenmalerei. Ueberhaupt 
auf dem Gebiete der Studien hat sich das Aquarell in den letzten 
Jahren immer mehr und mehr eingebürgert, ebenso, wie es in 
seiner Natur liegt, in der Genremalerei. Detailreiche Interieurs,
        

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