Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739591
das Papier zu legen. Es braucht nicht erst gesagt zu werden, 
dass dieser gelbe Ton genügt, eine ganze Reihe von Farben 
schmutzig oder grün zu machen, daher auf diese Weise gemalte- 
Bilder meist einen vergilbten, trüben Eindruck machen. 
Ebenso ist es ganz zwecklos und unvortheilhaft, auf gelb- 
lichem Papiere zu malen, wenn man nicht einen bestimmten. 
Zweck damit verbindet. 
Es sei hier auch gleich erwähnt, dass man zu berück- 
sichtigen hat, dass jede Farbe, so lange sie noch nass 
am Papiere ist, um eine Nuance dunkler erscheint 
als nach dem Trocknen. 
Zusamrnenwirkung. 
Wie schon erwähnt, ist es bei Beginn eines Aquarell- 
gemäldes nöthig, sich einen genauen Plan über den F0r.tgang 
der Arbeit zu machen. Zwei Principien sind es aber, welche 
die Aquarellmaler in zwei Lager theilen. Die einen beginnen 
mit dem Localtone des Gemäldes, die anderen mit dem tiefsten 
Schatten. Beide Arten haben ihre Berechtigung und Vortheile, 
wie aber in der Kunst jeder Versuch, strenge Regeln aufzu- 
stellen, scheitert, so dürfte dies auch hier der Fall sein, und 
das Richtige, wenigstens das Praktische in der Mitte liegen. 
Erstere Art hat den Vortheil, dass man viel früher den Effect 
seines Bildes gewahr wird, während bei letzterer Art ein sehr 
geübter, in seiner Sache sicherer Maler dazu gehört, WElCheI" 
aber dafür seine Farben weit klarer erhalten wird. 
Ich 
wähle 
zum 
Verständnisse 
des 
Gesagten 
ein 
einfaches- 
Beispiel:  
Es wäre ein Berg zu malen, dessen beleuchtete Fläche- 
von der Abendsonne ogangegelb beleuchtet, seine Schatten aber 
in duftigetn Blauviolett sich verlieren, und sehe von Details 
und übrigen Gegenständen, welche auf dem Gemälde vorkommen 
könnten, ab. Der_Maler, welcher nach dem ersten Principe
        

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