Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739582
Bevor man mit der Malerei beginnt, übergeht man die 
ganze Fläche des Papieres mit reinem Wasser, welche Operation 
den Zweck hat, die später aufzusetzende Farbe gleichmässig 
angreifen zu machen; denn es kommt vor, dass auf noch nicht 
benetztem Papiere Stellen vorkommen, welche die Farbe nicht 
gut annehmen, als 0b sie fett Wären, was vielleicht auch der 
Fall ist und durch das Berühren des Papieres mit der Hand 
beim Verkaufe oder überhaupt bei der Manipulation mit dem- 
selben leicht möglich erscheint. Noch besser ist es, dem Wasser 
etwas präparirte Ochsengalle beizumischen. 
Uebrigens wird durch das Aufspannen des Papieres auf 
das Reissbrett dasselbe ohnedies benetzt. 
Es ist von Vortheil und oft möglich, dass man das 
Papier während der Arbeit nie ganz austrocknen lässt; denn 
auf halb feuchtem Papiere malt es sich viel an- 
genehmer und die Farben verbinden sich weich, 
ohne Ränder zu bekommen. Man kann sich die Arbeit 
leicht so eintheilen, dass man stückweise arbeitet und dadurch 
von selbst jene in Arbeit befindliche Stelle des Papieres immer 
eine gewisse Feuchtigkeit erhält, oder dass man darauf Rück- 
sicht nimmt, in eine eben angelegte Fläche, so lange dieselbe 
noch etwas Feuchtigkeit in sich hat, die weiteren Details gleich 
hinein zu malen.  
Viele Maler spannen deshalb ihr Papier nicht auf 
Brett, sondern auf einen Blindrahmen, wie die Leinwand 
Oelmalerei, und benetzen dasselbe von Zeit zu Zeit auf 
Rückseite mit einem feuchten Schwamm. 
ein 
zur 
der 
Andere Maler legen 
eine Glasplatte, weil diese 
verhindert. 
zu 
das 
diesem 
rasche 
Zwecke ihr Papier auf 
Verdunsten des Wassers 
Das Papier vor Beginn der Malerei mit einem 
gelben Tone anzulegen, ist entschieden unvortheil- 
haft und nur in Ausnahmsfällen anzuwenden. Es ist nämlich 
ein alter Aberglaube, nicht auf dem weissen Papiere zu 
malen, sondern vor Allem einen Ton von lichtem Ocker über
        

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