Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739516
Roth und gebrauchen ausserdem noch viele in der Natur als 
solche vorkommende Mischfarben, weil sie als solche erwünscht 
erscheinen, so alle Erdfarben. Es wird wohl jedes Gelb und 
jedes Blau gemischt Grün geben, aber jedes Blau wird, mit 
einem andern Gelb gemischt, verschiedene Nuancen von Grün 
hervorbringen. Ist auf diese Weise die Reihe der Mischfarben 
schon bedeutend, so geht dieselbe aber in's Unendliche, sobald 
man die Verhältnisse der Mischung ihrem Percentsatze nach in 
Beachtung zieht. Gibt Gelb und Blau irgend ein Grün, so wird 
dasselbe Gelb mit doppelt so viel Blau ein Blaugrün geben. 
Betrachten wir eingehender die Mischungen von Gelb 
und Blau, so finden wir folgende Mischungen als die am 
meisten gebräuchlichen: 
Camboge (oder Indian Yellow) mit Veroneser Grün gibt 
das hellste und schönste Grün, etwas dem Gelbgrün hinneigend. 
lndigo oder Preussisch-Blau mit Brown Pink das dunkelste 
saftige Grün. Aehnliche Mischungen, aber weniger leuchtend, 
sind anstatt mit Brown Pink durch Terra di Siena gebrannt 
oder ungebrannt zu erzielen. 
Indigo mit Kadmium gibt ein stumpfes Grün  beiläufig 
wie grüner Zinnober.  
Kobaltblau oder Ultramarin mit "jedem Gelb gemischt 
gibt immer ein kaltes Grün. 
 Kobaltblau mit Veroneser Grün gibt Türkisgrün. 
Die Mischungen von Blau und Roth sind weit weniger 
complicirt 2  
Kobaltblau oder Ultramarin mit Rosa mader geben die 
schönsten Mischungen von Violett.   
 lndigo mit Rosa mader geben ein dunkles, stumpferes 
Violett. Zinnober mit jedem Blau gemischt gibt ein Violett, 
welches bereits so stumpf und unausgesprochen ist. dass es 
in der Regel schon mit dem Namen Grau belegt wird. 
Die Mischungen von Gelb und Roth, welche Orange 
geben, sind ebenfalls ziemlich einfach und ist wenig darüber 
zu 
sagen:
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.