Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739412
Das Licht, namentlich direct von der Sonne beschienene 
Flächen, bedarf zumeist wenig Variationen in der Farbe, hin- 
gegen concentrirt sich Ton und Farbe im Schatten. 
In beifolgendem Beispiele, Fig. 23, beabsichtige ich zu 
zeigen, wie man ein von der Sonne beschienenes Relief zu 
malen beginnen sollte, ohne vorläufig auf das Licht Rücksicht 
zu nehmen, d. h. die Lichtpar-  
tien gänzlich unbemaltzulassen. Flß 22'  
Schon die einfache Anlage der   l _1     
SchattenHäche Fig. 23 a bringt   7        
den sonnigen Charakter zum   1    d 
Ausdrucke. Die Tiefen des        i! 
Schattens genügen aber in    fing    
diesem Falle noch nicht und f       
sind deshalb Fig. 23b noch   1.. 
durch einzelne Töne verstärkt  i"  
worden. Es würde in diesem  THTgÄ i  
Falle nur äiusserst wenig Farbe    "   
bedürfen, wenn man in den Ä  
Lichtern noch weiter mit der  f]  
Bemalung gehen wollte. Auf   l  
jeden Fall müsste sich die Mo-   
dellirung des Reliefs auf die  
Schattenfläche concentriren, um  
den sonnigen Eindruck nicht  "Üfijg. 
zu stören.     
Ebenso will ich in Fig.2o Aquarell von ßedinh 
zeigen, wie man beiläufig eine 
Architektur zu beginnen hätte, wobei vorläufig nur die Schatten- 
flächen gemalt wurden. Ist man so weit gekommen, so läuft 
man kaum mehr Gefahr, für die Behandlung des Lichtes nicht 
den richtigen Massstab zu linden, während man umgekehrt, 
zuerst das Licht malend, leicht in die Versuchung geräth, dasselbe 
zu dunkel zu machen und dann die Schatten so tief malen müsste, 
dass 
das 
ganze 
Gemälde 
ZU 
schwer 
im 
Tone 
gerathen 
würde.
        

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