Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739328
Es ist aber wohl zu beachten, dass bei diesem und dem 
vorigen Verfahren das Weiss des Papieres doch nie wieder 
vollständig zu erreichen ist; wo man also ein kräftiges helles 
Licht braucht, thut man besser, es von Anfang an auszusparen. 
Es gibt aber immer Fälle genug, 'wo dieses Verfahren nicht 
nur ausreicht, sondern gerade wegen der Weichheit der Töne 
angewendet wird. 
Mit Löschpapier kann man eine mit Wasser befeuchtete 
Stelle aufhellen, indem man das Wasser damit aufsaugt, wobei 
immer etwas Farbe mitgenommen wird. 
Fig- 15- Der Effect ist aber in diesem Falle ein 
sehr geringer. 
Auch der Radirgummi ist als 
 Mittel zur Aufhellung zu verwenden. 
 im  besonders da, wo es sich um geringe 
 Ä  Nuancen handelt. In einer hellen Luft 
{lf  3,11571   kann man z. B. eine Stelle, welche zu 
11,251, kt  17', t dunkel gerathen, durch vorsichtiges 
iäikriigv   Reiben mit einem zugespitzten Gumm 
"frag?"   i"  aufhellen, nur ist es blos da anzuwen- 
 den, wo nicht mehr darüber gemalt wird. 
    Ein Borstenpinsel, wie man 
 "ja-f " ihn in der Oelmalerei gebraucht, in 
   1  Wasser getaucht, thut auch manch- 
    i.  .4  mal seine guten Dienste; oft um ein- 
zelne Flecken aufzuhellen, oft um hart 
neben einander gesetzte Töne zu verbinden oder zu verwaschen. 
Das Radirmesser, wenn es scharf geschliffen, kann oft 
mit grossem Vortheile angewendet werden, um scharfe, helle 
Linien in das Papier zu kratzen. Die mit der Spitze des Messers 
ausgekratzten Linien sind weit schärfer als jene ausgewaschenen 
und eignen sich dazu, um einzelne Haare oder Grashalme be- 
sonders herausleuchten zu lassen, was häufig gerade da vor- 
kommt, wo ein Aussparen so feiner Linien geradezu unmöglich 
ist. (Fig. 15.)
        

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