Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739286
Auswaschen 
einzelner 
Stellen 
3.115 
bereits 
angelegten 
Flächen. 
 Es kommt sehr häuiig vor, theils um Correcturen vor- 
zunehmen, theils um sich die Arbeit des Aussparens zu er- 
sparen, dass man einzelne Theile des Gemäldes aufhellen oder 
gewisse Stellen ganz herausnehmen will. Solche Fälle kommen 
in der Aquarellmalerei nicht nur sehr häuiig vor, sondern es 
ist für den Maler auch wichtig zu wissen, welche technischen 
Handgriffe in dieser Beziehung möglich sind, denn je mehr er 
deren weiss, um so grössere Freiheit kann er sich während 
des Malens gestatten, besonders wenn er das ängstliche Aus- 
sparen von Lichtern vermeiden kann und sich dadurch zu 
EfTecten verhilft, die er auf andere Weise oft schwer oder gar 
nicht 
erreicht. 
ich 
Ich glaube durch eine Reihe von 
die verschiedenen Verfahren erkläre, 
Beispielen, 
am besten 
an denen 
zum Ziele 
zu gelangen, und setze der Einfachheit halber voraus, immer 
gleichmässig angelegte Töne vor mir zu haben, aus welchen 
ich einzelne Partien aufzuhellen oder herauszunehmen Wünsche. 
Ich nehme als erstes Beispiel an, dass ich eine Fläche 
(Fig. 13) mit irgend einer Farbe angelegt habe und beab- 
sichtige, Wolkenformen als hellere Flecken nicht eiuszusparen, 
sondern auszuwaschen. Würde ich in diesem Falle gleich beim 
Anlegen der Fläche Wolkenformen aussparen, so blieben die- 
selben als harte weisse Flächen stehen, wie dies bei a der Fall 
wäre, was ja oft in meiner Absicht liegen könnte. In diesem 
Falle habe ich die Stelle a aber nur ausgespart, um den Unter- 
schied des Effectes deutlich zu machen, gegenüber jenen, welche 
ich zu machen beabsichtige. 
Man denke sich also die ganze Fläche, mit Ausnahme 
des Fleckens a, mit Farbe angelegt, und es wäre nun die Auf- 
gabe, daraus einzelne Flecken wieder nach Bedarf heraus- 
zunehmen. So lange diese Fläche noch nass ist, drückt
        

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