Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739277
Ueberstreichen 
mit 
dem 
Pinsel 
eine 
kleine 
Stelle 
nicht 
mit 
Farbe bedeckt wird oder es löst sich bei Uebermalungen an 
irgend einer Stelle die unten liegende Farbe theilweise auf, was 
gleichfalls hellere Flecken verursacht. 
Die hellen Flecken corrigirt man gewöhnlich dadurch, 
dass man einen ziemlich feinen Pinsel nimmt, denselben in 
sehr blasse Farbe taucht und auf Löschpapier so lange streicht, 
bis er auf dem Aquarellpapiere kaum mehr Farbe von sich 
gibt. Diese wenige Farbe genügt, um die zarten Flächen zu 
übergehen und mit den benachbarten Tönen gleichzustellen. 
Genügt ein einmaliges Uebergehen nicht, so bewirkt dieses eine 
zweite und dritte Uebermalung. Diese Farbe muss so schwach 
sein, dass man den damit erreichten Effect kaum merkt. Das 
Auge ist nämlich für Ungleichmässigkeit in einer Fläche so 
empfindlich, dass man in der Regel überrascht ist, mit wie 
wenig Farbe die Gleichheit hergestellt werden kann. Zarte 
helle Pünktchen werden mit der Spitze des Pinsels sorgfältig 
ausgefüllt. 
Bei Flächen, welche mit starken Tönen angelegt sind, 
kann man natürlich in der Correctur auch stärkere Töne an- 
wenden. 
Es kommt aber auch i'0r, dass einzelne Töne in einer 
Fläche zu stark werden; diese werden in der Regel mit dem 
Pinsel befeuchtet und mit dem Löschpapier wieder abgetrocknet, 
was den Farbenton unbedeutend erhellt, oder wenn der Fleck 
sehr dunkel ist, mit dem Tuche ausgewischt. 
Im Uebrigen ergeben sich diese Correcturen aus dem 
folgenden Capitel  
Das Ausgleichen von Flächen erfordert auf diese Weise 
sehr viel Zeit und Geduld. Architekten, welche mit sehr grossen 
Flächen zu arbeiten haben, wissen davon zu erzählen, und das 
ganze Geschäft der Retoucheure bei Photographen beruht auf 
diesem Verfahren.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.