Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739236
erzielen, wenn man dieselben mehrmals, aber mit dünnerer Farbe 
anlegt, anstatt den Ton auf einmal in der gewünschten Stärke 
hinzulegen.  
Es ist nicht oft genug hervorzuheben, dass bei all' diesen 
Manipulationen mit möglichster Raschheit zu Werke gegangen 
wird, damit die Farbe weder Zeit hat, sich während der Arbeit 
zu Boden zu setzen, noch dass die Ränder zu trocknen beginnen, 
was dann die gefürchteten wRändei-x gibt, welche so schwierig 
zu corrigiren sind.  
Diesen sogenannten Rändern liegt ein bestimmtes physi- 
kalisches Gesetz zu Grunde, nach welchem die in Wasser ver- 
theilten Farbentheilchen das Bestreben haben, sich gegen den 
Rand des Tropfens anzusammeln, der beispielsweise mit be- 
liebiger Farbe auf Papier gemacht wurde. Beachtet man 
zugleich, in welcher Weise ein solcher Tropfen auftrocknet, so 
gibt dies eine Reihe von Beobachtungen, welche der Aquarell- 
maler nutzbringend dahin anwenden kann, dass er jene dadurch 
entstehenden Effecte bald aufzuheben im Stande ist, bald für 
seine Zwecke nutzbar machen kann. 
So wird auf halbfeuchtena Papiere der entstehende Rand 
weit weniger? ausgesprochen erscheinen als auf trockenem 
Papiere, aus welchem Grunde ich oben das Benetzen des 
Papieres vor dem Anlegen gleichmässiger Flächen empfohlen 
habe. ff 
Anlegen 
VOR 
Flächen 
Tone. 
mit 
K3 
[Ü 
ä 
ß; 
verlaufende v3  
0141 
Es ist wieder die Aufgabe gestellt, eine grössere Flächet 
aber diesmal von oben nach unten, mit verlaufendern Tone 
anzulegen.  
In diesem Falle stellt man das Brett wieder etwas geneig, 
und mischt sich die verschiedenen Abstufungen der Töne in 
Schälchen. Man beginnt nun mit dem stärksten Tone oben
        

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