Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739200
Zinnober, Kobaltblau, Ultramarin, Mennig, Indian Red, 
Yellow. Alle übrigen Farben halten die Mitte zwischen 
Reihen. 
Naples 
beiden 
Der Maler wird daher, wenn er die Wahl hat, in solchen 
Fällen diese Farben berücksichtigen. 
Nehmen wir nun an, es sei die ganze Fläche eines auf- 
gespannten Papieres mit einem Tone anzulegen, so verfährt 
man dabei wie folgt:  
Man benetzt erst das ganze Papier mit einem Pinsel oder 
Badeschwarnm mit reinem Wasser und lässt es soweit wieder 
hat, 
in 
solchen 
trocknen, dass es sich gerade noch feucht anfühlt. Auf keinen 
Fall darf das Wasser noch darauf stehen, wovon man sich am 
besten überzeugt, wenn das Papier, gegen das Licht- gehalten, 
keine von Wasser glänzenden Stellen mehr aufweist. 
Diese Procedur hat den Zweck, das Papier leichter zur 
Aufnahme der Farben empfänglich zu machen, und es ist bei 
Beginn jedes Aquarells thunlich, das Papier vorerst zu benetzen 
oder zu waschen. 
Die nöthige Farbe reibt oder mischt man sich erst in einer 
Schale oder Tiegel in genügender Menge an und versucht an 
einem anderen Stücke Papier, bis der gewünschte Ton erreicht 
ist. Hierauf stellt man das Brett oder den Block unter einem 
Winkel von circa 300 schräge und beginnt von oben mit einem 
sehr nassen und sehr grossen oder auch Hachen Pinsel einen 
horizontalen Streifen anzulegen, so dass die Flüssigkeit nach 
unten vermöge der schrägen Stellung des Papieres sich ansammelt; 
jedoch muss man achten, dass sie nicht abrinnt, was bei gleich- 
mässigem raschen Streichen nicht vorkommt. An diesen an- 
gelegten Streifen wird sofort ein zweiter gesetzt, jedoch diesmal 
mit etwas weniger nassem Pinsel und die vom ersten Streifen 
angesammelte Flüssigkeit mit herabgezogen und so fortgefahren, 
bis man unten ankommt. Es ist zu beachten, dass, wenn man 
in die Nähe des unteren Randes gelangt,. man nur mehr so viel 
Farbe in den Pinsel nimmt, als nöthig ist, um den letzten 
Streifen noch zu bemalen. Ebenso ist darauf zu sehen, dass
        

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