Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739152
d'Argent) ist seiner chemischen Zusammensetzung nach basisch 
kohlensaures Bleioxyd und das Product chemischer Fabriken. 
Die häufigsten Verfälschungen erfolgen mit Schwerspat 
und Gyps. 
Die Farbe zählt zu den Giftfarben und gehört nicht zu 
den Dauerfarben, da sie an der Luft nachdunkelt. 
Annäherndes Erkennen der Echtheit: Echtes 
Bleiweiss lässt beim Glühen auf Platinblech einen orangerothen 
Rückstand von Bleioxyd; ein mit Schwerspat oder Gyps 
gemengtes wird auffallend hellgelb erscheinen. Dieser Rück- 
stand wird in jedem Falle während des Glühens intensiver 
orange erscheinen, als nach dem Erkalten, es ist mithin jene 
Farbe massgebend, welche während des Glühens zum Vorscheine 
kommt. 
Zinkweiss (auch Zinkblurnen oder weisses Nichts) 
ist nichts Anderes als Zinkoxyd. Zinkweiss ist nicht giftig und 
widersteht den Einfiüssen der atmosphärischen Luft, daher eine 
Dauerfarbe. 
und 
Zinkweiss ist im Vergleiche zu Bleiweiss 
hat weniger Deckkraft als letzteres. 
weniger 
gelblich 
Reines Zinkweiss muss Während des Glühprocesses sich 
gelb färben, nach dem Glühen aber wieder die weisse Farbe 
erlangen. Es wird manchmal zur Erhöhung seiner Deckkraft 
mit Bleiweiss gemengr, aber nicht damit verfälscht. 
Permanentweiss (auch Blanc fix oder Bariumsulphat) 
ist eine durch chemische Erzeugung gewonnene Farbe und 
zeichnet sich durch grosse Deckkraft und Dauerhaftigkeit aus. 
Permanentweiss ist seiner chemischen Zusammensetzung 
nach als reiner schwefelsaurer Baryt oder auch Bariumsulphat 
zu betrachten. 
Die Glühproben werden am besten mit Farben in rohem 
ungeriebenen Zustande vorgenommen, weil die Bindemittel oft 
störend auf die Beobachtung wirken, 
Fischer, Aquarellmalerei. 3
        

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