Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739110
lichen Lazuliths gelten China, die Bucharei und Tibet, wo das 
Mineral in sehr schönen Stücken vorkommt. Für praktische 
Zwecke kommt gegenwärtig wegen des hohen Preises kaum 
mehr natürlicher Ultramarin zur Verwendung und wird 
für die Bedürfnisse des Malers in den chemischen Fabriken 
ein Ultramarinblau dargestellt, welches an Schönheit, Halt- 
barkeit und chemischer Zusammensetzung dem natürlichen 
Ultramarin ziemlich gleichkommt. Die besten Sorten Ultra- 
marin liefern die Fabriken in Nürnberg, Frankreich und 
Belgien. 
Verfälschungen: Als Mittel zur Verfälschung des 
Ultramarins dienen zumeist Schlemmkreide, Gyps und Barium- 
sulphat, und zwar werden diese Präparate dazu verwendet, um 
aus dunkleren Sorten hellere darzustellen. Der Nachweis solcher 
Verfälschungen gehört in den Ressort des Chemikers und muss 
daherivon der Anführung einer leicht ausführbaren Methode 
zur Eruirung derselben abgesehen werden. 
Ultramarinasche wird aus echtem Lapis lazuli ge- 
wonnen und hat dieselbe chemische Zusammensetzung wie dieses 
Mineral. Sie wird häufig gefälscht, was aber nur der Chemiker 
zu constatiren vermag. 
lndischgelb. Diese Farbe ist sehr zweifelhaften Ur- 
sprunges und besteht aus einer organischen Säure (Euxanthin- 
säure) und Magnesia und soll sich in den Concrementen des 
Kameeldarmes vorfinden, nach anderen Chemikern soll es 
euxanthinsaure Talkerde sein und sich als Sediment im Kameel- 
harn vorfinden, und zwar nur dann, wenn diese Thiere die 
Früchte der Magostoma gefressen haben. Die Farbe ist somit 
organischen Ursprunges, aber dennoch ziemlich dauerhaft. 
Erkennen der Echtheit: Im Handel kommt diese 
Farbe zumeist mit Chromgelb verfälscht Vor und wird man 
eine solche Verfälschung annähernd daran erkennen, dass sie, 
auf Platinblech geglüht, irn Bejahungsfalle einen mehr oder 
weniger gelb braun gefärbten Rückstand hinterlässt, Während 
das reine Indischgelb nur wenig weissliche, leichte Asche hinter- 
lassen wird.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.