Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739020
ziehen und billiger als erstere. Sie unterscheiden sich von den engli- 
schen Farben in der Ausstattung nur dadurch, dass das unter der 
Stanniolumhüllung auf die Farbe gelegte Wachspapierblättchen 
durch Kautschuk ersetzt ist, was vielleicht noch mehr gegen das Aus- 
trocknen der Farbe schützt,weiters durch die praktische Anordnung, 
dass auf der Unterseite des Porzellannäpfchens die Farbe bezeichnet 
ist, was bei den englischen Farben unangenehm entbehrt wird. 
T ro c k en e F a rb en. Haben auch die feuchten Farben durch 
ihre Weichheit manchen Vortheil beim 
Arbeiten 
nach 
der Natur, 
im Freien und überhaupt da, wo man sehr rasch zu arbeiten 
genöthigt ist, so würde ich die Farben in Tafelform den Moist 
colours noch vorziehen, namentlich wenn man zu Hause arbeitet, 
hätten sie nicht den Nachtheil, bei längerem Gebrauche durch 
das öftere Nass- und wieder Trockenwerden zu zerspringen, sich 
daher auf Reisen, besonders durch das Rütteln während des 
Gehens oder Fahrens, abzubröckeln und endlich unbrauchbar 
zu werden. Im Atelier, wo man die Farben mit mehr Vorsicht 
behandelt, kommt dieser Umstand weniger in Betracht. 
Schlechte Farben in Tafelform  und namentlich alle 
Lackfarben  werden zwar mit der Zeit so hart, dass sie ganz 
unlöslich sind, gute Farben aber bleiben stets löslich. Ich besitze 
durch Zufall Ackermandsche Farben, welche 40 Jahre alt und 
heute noch brauchbar sind. 
Die besten Farben in Tafeln waren die englischen von Acker- 
mann, welche Firma aber gegenwärtig nicht mehr so gutes 
Fabrikat liefert wie ehemals und die alten selten noch zu 
bekommen sein dürften. Die zahlreichen Imitationen, vielleicht 
von Nachfolgern dieser Firma, vielfach aber auch direct gefälscht, 
sind durchwegs schlecht. Proben, welche ich rnir aus der 
gegenwärtigen Fabrik von Ackermann kommen liess, haben 
gleichfalls den Anforderungen nicht entsprochen. 
Jene Farben von Faber in Paris sind ernpfehlenswerth. 
Die Farben J. M. P aillard von J. Panier in Paris (Fig. 7) sind 
gut, leiden aber an der scheibenartigen Form, welch' letztere 
sie beim Nasswerden und Wiedertrocknen verlieren, sich verbiegen
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.