Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738965
Setzung wie der in der Natur vorkommende Rohstoff haben, 
wie z. B. bei Zinnober, Ultramarin. Eine ganze Reihe von 
Farben aber, welche auf chemischem Wege dargestellt sind, 
sollen entschieden nicht angewendet werden, da sie aus ver- 
schiedenen Ursachen entweder mit der Zeit durch die blosse 
Einwirkung des Lichtes die Farbe verändern oder- durch die 
in der atmosphärischen Luft enthaltenen Substanzen zerstört 
werden wie alle Anilinfarben. 
Ich will hier auf die chemische Beschaffenheit der Farben 
nicht näher eingehen, sondern weiter unten nur jene Farben 
nennen, welche in der Aquarellmalerei gebraucht werden können. 
Die im Handel vorkommenden Aquarellfarben kann man 
ihrer Zubereitung nach in flüssige, halbfeste und trockene 
Farben eintheilen.   
Es ist einleuchtend, dass jene Farben, welche man im 
Hüssigen oder halbfesten Zustande erhalten will, mit einem 
Bindemittel versehen sein müssen, welches nicht trocknet"). 
Wenn dieser Umstand bei der Aquarellmalerei auch wenig in 
Betracht kommt, da ja die Farbe nicht so gebraucht wird 
wie sie ist, sondern noch mehr mit Wasser verdünnt wird, so 
ist er aber immerhin zu beachten und macht sich dort fühlbar, 
wo viele Farbe auf das Papier gebracht wurde. Auf jeden Fall 
bleiben solche Stellen sehr lange etwas feucht und klebrig, in 
Folge dessen der Staub daran haften bleibt. Ob diese Farben 
noch andere Nachtheile durch diesen Umstand erleiden, ist mir 
nicht bekannt. Meine Erfahrung geht nur dahin, dass die 
feuchten Farben in Tubes in vieler Beziehung hinter den halb- 
trockenen (Moist colours), stehen, so dass ich glaube, auf erstere 
nicht weiter eingehen zu müssen, als ihrer Erwähnung zu 
thun, nachdem sich dieselben von den Moist colours sonst 
durch nichts unterscheiden. Ausserdem haben Farben in Tubes 
den Nachtheil, dass in der Regel, bevor man die. Farbe auf- 
gebraucht hat, die Tubes eintrocknen und unbrauchbar werden, 
Glycerin. 
Zumeist
        

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