Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738912
Dem vorigen sehr ähnlich, aber leider für grössere Ar- 
beiten gleichfalls zu glatt, ist das SchiIfstau-Papier, mitteldick, 
dick und extradick. 
Das Papier der Firma Gaetano Barzain (Trento) ist sehr 
fest und gut und schliesst sich in Qualität den eben genannten 
Sorten an. 
Jene der Firma Zander könnte man als rnindere Sorten Tor- 
chon-Papiere bezeichnen. Das beste darunter ist wZanders 
Olifante. 
Für kleinere Dimensionen bis circa 50 Centimeter empfiehlt 
es sich namentlich für Reisen Blocks anzuschaffen, um da- 
durch das lästige Spannen des Papieres zu ersparen. Nur ist 
es gerathen, den Block bei einer verlässlichen Firma zu kaufen 
oder sich denselben aus einer nach Wunsch zu bestimmenden 
Sorte Papier anfertigen zu lassen. Für Reisen und Studien 
nach der Natur empfehlen sich jene Blocks, welche auf zwei 
Seiten zu bemalen sind, da man sonst so viele Blocks mit sich 
führen müsste als man gerade Studien in Arbeit hat, und man 
ja nicht jede Studie an einem Tag fertig machen kann. 
Das Spannen des Papieres auf das Reissbrett kann man 
sich bei kleineren Dimensionen und namentlich auf Reisen auf 
folgende Art erleichtern: Man biegt nicht die Ränder des Papieres 
ein und bestreicht dieselben mit Gummi arabicum, sondern legt 
das Papier wie es ist auf das Brett, benetzt es sehr stark mit 
Wasser und klebt über die Ränder Streifen von gummirtem Papier, 
die man sich entweder selbst schneidet oder solche nimmt, welche 
man zu diesem Zwecke käuflich bekommt. Das Papier wird durch 
das Benetzen mit Wasser genügend ausgedehnt, um nach dem 
Trocknen vollkommen gespannt zu werden. Gut ist es, wenn 
man während des Trocknens die Ränder des Papieres noch mit 
Heftnägeln befestigt, welche man später wieder entfernen kann. 
Eine weitere Art, Papier bequem und schnell zu spannen 
und für kleinere Dimensionen sehr praktisch zu verwenden, 
geschieht in folgender Weise: Man lässt sich um das Reissbrett 
einen Holzrahmen machen, der, aus hartem Holze verfertigt,
        

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