Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738861
Die im Handel vorkommenden Papiere unterliegen vielen 
Schwankungen, insoferne als ein und dieselbe Sorte von Papier 
fast in jedem Bogen eine oder die andere Abweichung in Stärke 
und Grösse des Kornes aufweist; es ist daher nöthig, dass man 
sich die einzelnen Bogen nach eigenem Geschmacke auswählt. 
Dieser Umstand ist bei Handpapieren unvermeidlich, dem ge- 
schicktesten Arbeiter gelingt es nicht, stets genau dieselbe 
Qualität zu erzeugen. Viel sicherer sind in dieser Beziehung 
die Maschinenpapiere, welche in einigen Sorten sich ganz gut 
zur Aquarellmalerei eignen, besonders in Sorten, welche feines 
Korn haben. Es ist bis jetzt noch nicht gelungen, jenes ange- 
nehme gröbere Korn, welches die stärkeren Handpapiere haben, 
durch die Maschine zu erzeugen, und jenes, welches künstlich 
erzeugt wird, erfüllt in wenigen Fällen den gewünschten Zweck. 
Die Handpapiere sind daran zu erkennen, dass jeder Bogen 
jene unregelmässigen Ränder hat, welche man Schöpfränder 
nennt; ausserdem sind sie auf beiden Seiten fast gleich in der 
Structur. 
 Es gibt Papiere, bei welchen es gleichgiltig ist, auf welcher 
Seite man malt, in der Regel aber ist zu beachten, dass jene 
Seite die richtige ist, auf welcher die Schrift des Wasserzeichens 
richtig zu lesen ist, während bei den Maschinpapieren die Rück- 
seite des Papieres, also jene nicht zu bemalende, gewöhnlich 
eine Structur zeigt, als wäre ein Tuch darauf abgedrückt. 
Es gibt eine solche Menge von Papiersorten, dass es 
zwecklos wäre, alle zu nennen, welche empfehlenswerth sind, 
besonders da es viele Sorten gibt, die einander ähnlich sind, so 
dass es angezeigt erscheint, nur die anerkannt besten und die 
Haupttypen zu nennen, um durch Anführung einer zu grossen 
Anzahl die ohnedies nicht leichte Wahl noch zu erschweren. 
Die bekanntesten Aquarellpapiere sind jene unter dem 
Namen Whatmann-Papiere bekannten, welche zum grössten 
Theile zu empfehlen sind, wenngleich die gegenwärtig erzeugten 
Fabrikate den alten, aber nunmehr ausgegangenen Sorten an 
Güte nachstehen. Ich bemerke hier gleich, dass Whatmann-
        

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