Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738856
werden. Den Bogen gegen das Licht gehalten, erscheinen diese 
Flecken fast durchsichtig und sind sofort zu erkennen. 
Ein ähnlicher Uebelstand zeigt sich durch die sogenannten 
Rost- oder BrandHecken, welche aber sofort auf dem Papiere 
zu sehen sind. Sie entstehen, wenn Papier an feuchten Orten 
aufbewahrt wird. Diese BrandHecken erscheinen als braune 
Flecken 
VOII 
verschiedener Grösse. 
Ein solcher mit Brandflecken 
behafteter Bogen Papier ist übrigens in der Regel noch so weit 
zu verwenden, indem man die makellosen Theile desselben 
herausschneidet. (Fig. 2.) 
Fig- 
Die Wahl des Papieres richtet sich auch nach dem zu 
malenden Gegenstand. Zu grösseren Gemälden und Gegenständen, 
welche eine derbere Behandlung verlangen, wird man ein rauheres 
Papier wählen, zu zarten Gemälden ein Papier mit feinerem Korn. 
Im Allgemeinen sei bemerkt, dass zu rauhes Papier die 
Farbe zu sehr in den Vertiefungen zurückhält und ein scharf 
begrenzter Pinselstrich kaum zu erzielen möglich ist, während 
zu glattes Papier die Farbe schlecht hält, so dass bei Ueber- 
malungen die Unterlage wieder aufgelöst wird und sich mit 
der darüber zu legenden Farbenschicht vermischt. Ausserdem 
bekommen die Pinselstriche auf glattem Papier immer Ränder, 
welche dadurch entstehen, dass die Farbe beim Eintrocknen 
eines Pinselstriches sich gegen den Rand drängt und als solcher 
eintrocknet.
        

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