Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738831
Das 
Materiale. 
Nicht weniger als bei irgend einer Technik ist bei der 
Aquarellmalerei auf das Materiale, mit dem man arbeitet, zu 
sehen. Schlechtes Materiale überhaupt erschwert nicht nur die 
Arbeit, sondern ist auch in Folge dessen auf die Qualität und 
Dauerhaftigkeit des Gemäldes von grossem Einfiusse. Man soll 
sich daher zum Grundsatze machen, ja mit dem Materiale nicht 
zu sparen und immer die besten Qualitäten zu wählen. 
Papier. 
Vor Allem wichtig ist die Wahl des Papieres. 
Ein gutes Aquarellpapier muss wenigstens zum grössten 
Theil aus Leinenfasern bestehen, welche auf natürlichem Wege 
gebleicht sind, und mit thierischem Leim als Bindemittel versetzt 
sein. Es soll stark und schwer zerreissbar, von Farbe weiss, 
eher gelblich-weiss sein als einen Stich in's Blaue haben und 
darf das Wasser nicht einsaugen. 
' Papiere schlechter Qualität haben häufig einen Zusatz 
von Blau, um dadurch den Mangel an reiner Weisse weniger 
auffallend zu machen, oder sind durch Chlorkalk gebleicht 
(welcher auf die Farben von schädlichem Einliusse ist) und 
auch häufig mit Thonerde oder anderen schweren Mineralien 
vermengt, wie beispielsweise fast alle Schreibpapiere. Letzteres 
erkennt man leicht, wenn man ein Stück davon verbrennt; die 
Asche erscheint dann verhältnissmässig schwer, zerfällt von 
selbst in Stücke und weist kleine glänzende Punkte auf. 
Bei der Wahl des Papieres muss man sich, was die 
Qualität betrifft, ganz auf den Fabrikanten verlassen; die 
Fehler, welche eine Papiersorte aufzuweisen hat, kann man 
nicht immer sofort erkennen, man kommt gewöhnlich erst 
während der Arbeit darauf.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.