Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739867
man ein weiteres Stück des Bildes df zu sehen. Das Drehen 
des Prisma's muss aber mit der äussersten Vorsicht geschehen, 
dass das Bild nicht verschoben wird. Besser ist es, wenn man 
dies vermeiden kann. 
Bei Aufnahmen vor der Natur ist darauf zu achten, dass 
man entweder gar keinen Hut am Kopfe trägt oder denselben 
während des Zeichnens mit diesem Apparate möglichst von der 
Stirne entfernt, weil sonst das Bild nicht sichtbar ist, indem es 
durch die vorstehende Hutkrämpe verdeckt ist. 
Bei Zeichnungen von Fi- 
guren hat man sich sehr davor 538- 30- 
zu hüten, dieselben zu nahe ß 
aufzustellen, und bei Land- '  
schaften, nicht zu nahe Gegen- 4  l (6 
stände auf das Bild bringen  
zu wollen. In ersterem Falle er 4' 
erscheint die Figur verzeichnet, 6 f]  l 
da die zu vorderst stehenden f! [I7 X 
Körpertheile zu gross erschei- f l f X 
nen, die Perspective zu rasch f f] x 
sich verjüngt, wie dies auch f"  X 
bei photographischen Aufnah- f! l  
men in solchen Fällen vor- B" 4'- 
kommt. Im zweiten Falle er- 
scheinen die nahen Gegenstände gleichfalls zu gross. Der 
nächste Gegenstand, der auf das Bild kommen soll, muss 
wenigstens vier Schritte vom Apparat entfernt sein. 
Der Apparat ist so verschiebbar, dass das Prisma von der 
Papieriiäche näher oder weiter zu stehen kommt; je weiter das- 
selbe von der Papierfläche entfernt ist, um so grösser wird 
das Bild.  
Während man das Bild in wenigen Umrissen auf das 
Papier bringt, muss man sich sehr hüten, das Brett oder den 
Apparat nur im Geringsten zu bewegen und in Folge dessen 
mit dem Bleistift auch so wenig als möglich aufdrücken. Wie
        

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