Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739722
die 
Farben 
a ni 
besten 
weich 
und 
harmonisch 
verbinden. 
I m 
Allgemeinen malt man wie in der Oelmalerei", indem man mit 
den dunklen Tönen beginnt und die lichten darauf 
setzt. Bei grösseren Arbeiten kann man auch Borstenpinsel in 
Anwendung bringen und ist es auch hier gut, das Papier auf 
einen Rahmen zu spannen, um die Arbeit von der Rückseite 
befeuchten zu können. Die Gouachcfarben haben xiämlich die 
Eigenthümlichkeit, dass, wenn sie einmal ganz trocken sind, 
eine weitereUebermalung schlecht angreift und daher unan- 
genehm daraufzu malen ist. Sehr vortheilhaft ist es, bei der 
Gouachemalerei nicht auf weissem, sondern auf getontem Papier 
zu malen; man wähle dazu ein starkes, nicht allzu rauhes 
Papier von warmgrauer Farbe. Das sogenannte Naturpapier 
eignet sich nicht gut dazu, da es eigentlich ein Zeichenpapier 
und zu wenig geleimt ist. 
Wer sich in der Gouachemalerei üben will, thut gut, ein- 
mal den Versuch zu machen, ein Gemälde oder eine Studie 
grau in Grau auszuführen und wird dabei am schnellsten auf 
die Eigenheiten dieser Technik aufmerksam werden. 
Es gibt noch eine andere Art der Malerei mit Deckfarben, 
bei welcher diese-mit der Aquarellmalerei verbunden wird und 
die noch vollkommener ist. Sie besteht darin, dass man das Ge- 
mälde zuerst mit gewöhnlichen Aquarellfarben malt, wobei man 
besonders die dunklen Partien berücksichtigt und dann die 
lichten Stellen mit Deckfarben übergeht. Dieses Verfahren hat 
den Vortheil, dass die dunklen Schattenpartien die Klarheit und 
Transparenz der Aquarellfarben erhalten und die Lichter mit 
Deckfarben gemalt um so besser wirken, wenn ein Ton bereits 
darunter liegt. Ausserdem kann durch die Verschiedenheit dieser 
beiden Farben sehr häufig der Stoff besser charakterisirt werden 
als durch eine dieser Techniken allein. Es ist ohnedies ein 
Gouachenaalerei, dass die dunklen Stellen 
undurchsichtig werden, was eben in der 
liegt.  
Nachtheil der reinen 
zumeist stumpf und 
Natur dieser Farben
        

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