Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739714
nöthig ist, diese zusammen zu halten. Natürlich können zu 
Deckfarben nur mineralische Farben verwendet werden. Die 
käuflichen Deckfarben haben gewöhnlich zu viel Bindemittel und 
können auf oben beschriebene Weise brauchbar gemacht werden. 
Die Deckfarbe, auf Papier aufgetragen, erscheint ziemlich 
dick und wird nach dem Trocknen matt, sehr leuchtend und 
hat die Eigenschaft, übereinander gelegt zu decken. 
Die Deckfarbe, während sie noch nass ist, er- 
scheint wenigstens doppelt so dunkel als sie nach 
dem Auftrocknen wird. Aus diesem Grunde erfordert das 
Malen mit Deckfarbe einige Uebung. Der damit erzielte Effect 
zeichnet sich durch starke Contraste, aber auch durch die 
Ermöglichung sehr fein ineinander übergehender Töne aus. 
Die wichtigste Farbe in der Gouachemalerei ist das Weiss, 
welches nicht nur als solches, sondern mit anderen Farben 
vermischt gebraucht wird. Man benützt gewöhnlich das in 
Fläschchen verkäufliche Permanentweiss von Winsor 8: Newton 
oder von Rowney 84 Comp. Man kann nach Belieben oder in 
Ermanglung anderer Deckfarben dieses Weiss mit gewöhnlichen 
Aquarellfarben mischen, durch welche Mischung letztere die 
Eigenschaft der Deckfarben annehmen. 
Die Malerei mit Deckfarben ergibt sich fatst von selbst, 
wenn man sich nur einmal darin versucht hat. Sehr angenehm 
und leicht zu behandeln sind grössere Flächen, die, gleich- 
miissig aufgetragen, keine Flecken geben. Eine Correctur 
ist aber nur durch vollständiges Uebermalen der 
zu corrigirenden Fläche zu erzielen, da wegen des 
starken Aufhellens nach dem Trocknen ein Ton sehr schwer 
wieder genau so zu mischen ist. Für solche eventuelle Correctur 
ist es gut, wenn man sich von den gemischten Tönen auf einer 
Glasplatte oder in Schälchen etwas davon als Reserve auf- 
bewahrt. Wichtig zu wissen ist nur, dass man ein Gemälde 
mit Deckfarben in den Haupttönen wenigstens nass 
in Nass zu malen hat und in diesem Zustande das Gemälde 
so viel 
wie 
möglich 
fertig 
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machen, 
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