Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Aquarell-Malerei
Person:
Fischer, Ludwig Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-738486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-739700
Malen 
mit 
Deckfarben 
malerei). 
(Gouache- 
Unter Deckfarben versteht man alle undurchsichtigen 
Farben, welche mit wenig Bindemittel eingerieben sind. Man 
kann aber auch transparente Farben verwenden, wenn man sie 
mit Deckfarben mischt. 
Die Tempera-Malerei der Alten war eigentlich nichts 
anderes als Deckfarben-Malerei, die ja ausser der Wachsmalerei 
bis dahin die einzige Technik war, die man ausübte. Nur dem 
Bedürfnisse, diese Malereien vor Witterungseinflüssen oder vor 
Beschädigung durch Nasswerden zu schützen, entsprang die 
Tempera-Malerei im engeren Sinne, nämlich das gefirnisste 
Temperabild  womit sozusagen der erste Schritt zur Ölmalerei 
gethan war. Die zur Tempera-Malerei verwendeten Bindemittel 
richten sich je nach dem Zwecke, in unserem Falle beim Malen 
mit Deckfarben auf Papier, ist es in der Regel Gummi arabicum. 
Die im Handel vorkommenden Deckfarben sind zumeist 
schlecht und eigentlich zum Gebrauche für die niederste Art 
der F ächermalerei fabricirt. 
YVill man gute Deckfarben haben, so erzeugt man sich 
dieselben am besten selbst, indem man sich die Farben fein 
mit Wasser anreiben lässt und dann mit sehr wenig Gummi 
arabicum mischt. Noch einfacher stellt man sie dar, indem 
man gewöhnliche feste Farben in Tafeln dazu verwendet. Man 
legt die Farbe in eine Schale, giesst laues Wasser darüber und 
lässt dasselbe circa 24 Stunden darauf ruhig stehen, ohne die 
Flüssigkeit zu rütteln. Das Wasser löst das Bindemittel der 
Farbe zum grössten Theile auf und wird dann vorsichtig ab- 
gezogen, die Farbe in einer Muschel oder einem Schälchen auf- 
bewahrt. Dieselbe enthält gerade noch so viel Bindemittel alS
        

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