Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der kunstgewerblichen Formenlehre
Person:
Feldegg, Ferdinand von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748370
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748962
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eben beschriebene Weise miteinander verbunden sind (etwa nach 
Analogie einer Kette), weil dies bloß eine Vervielfachung des vorigen 
Problems wäre. Vielmehr muss hier jeder n e u hinzukommende Theil 
(also zunächst jeder dritte) die Verbindung der beiden ersten Theile 
unterstützen, beziehungsweise beitragen, sie herbeizuführen. In bei- 
stehender Figur ist nun zwar ein solches Resultat dadurch bewirkt, 
dass der Theil C die Bewegung von A in der zweiten Richtung 
(von B hinweg) verhindert, allein es ist einleuchtend, dass auch den 
Theilen B und C ihrerseits die freie Fortbewegung unmöglich 
gemacht werden müsse, soll von einer vollständigen Verbindung 
innerhalb des Systems ABO die Rede sein. 
 1mm Wurm 
Techniache Verbindung. 
Dem zu entsprechen, sehen wir uns nun zu einer Vermehrung 
der zu verbindenden Theile bei entsprechender Lage- 
rung degselben gezwungen. Indem nämlich noch die Theile A1 A2 A3 
u. s. W. inzugefügt werden, gegen Welche B u. C in entsprechender 
Weise ihre Lage wechseln, wird die Fortbewegung sitmmtlicher 'l'heile 
verhindert und dadurch in der That A1 A2 A3   . mit B und C zu 
einem zusammenhängenden System verbunden. 
Diese Art der Verbindung mehrerer 
g g g g g g g _ _ Elemente zu einem System ist nun in 
 allem WVesentlichen das Vorbild des 
  wichtigsten textilen Gebildes und 
 lllaterialpräsentanten der Textrie  des 
 Gewebes  und vermag uns deshalb 
A i i- Ii i i i i '  als der Typus der textilen Verbindung 
G im zillgemeinen und überhaupt zu 
ewebschema. 
gelten?) 
Es genüge hier, das System der wechselseitigen Lagerung 
der Theile als das Princip der textilen Verbindung 2) im allgemeinen 
1) Auch die übrigen Textilprorlucte sind hinsichtlich der Verbindung demselben 
System der Lagerung zugehörig, worüber das Nähere unter "Genetze." 
2) Im Gegensatze zur "tektonischen Verbindung," worüber im III. Capitel das 
Nähere. 
        

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