Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der kunstgewerblichen Formenlehre
Person:
Feldegg, Ferdinand von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748370
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748787
im Gefühle gegenwärtig, dass sie jedoch als allgemeines Gesetz schon 
nachgewiesen wäre, ist mir nicht bekannt. 
Ich nannte sie eine Thatsache der gesammten Erscheinungswelt, 
und wirklich äußert sie sich ganz allgemein und nicht bloß als 
organisches Bildungsgesetz. WVir finden Linienconvergenw nämlich 
auch selbst da, wo kein cr- 
R ganisches Wachsthum form- 
 K bestimmend gewesen ist, 
K Z  i, X vielmehr die Natur mit ihren, 
 I  wenn ich so sagen darf, 
l   untersten, noch rein me- 
i, x chanischen Kräften, bildne- 
X i risch schaffend auftrat:  
j   i K.  "Wie beim Faltenwurf, wel- 
, i  cher das Resultat ist einer- 
! L. A l  seits der Schwerkraft und 
[i]   i, l andererseits des stofflichen 
,    w  Zusammenhangs des Gre- 
b   Jg-i   Webes. Es ist bekanntlich ein 
V"  i     i Fehler im Bildnerischcn, 
 i" "iffliW i,   Falten parallel verlaufen zu 
  i   lassen  (ausgenommen nur 
i    i da, wo der Parallelismus ge- 
l  i   setzmaßig nothwendig auf- 
v  tritt, also etwa bei einem 
i i,"  zwischen zwei Stangen 
i    gleichmäßig gefalteten und 
i '  X gespannten Vorhang oder 
 dergl.)  und alle guten 
f  i i. i i Meister haben sich danach ge- 
 "  halten. Beistehendeßreihän- 
  i i l gende Gewandung, welche 
nach einer Albrecht Dürer'- 
Draperie nach A. Dürer. Sehen Zeichnung gefertigt ist? 
diene hierfür als Erläuterung. 
Um die Ursache der Linienconvergenz befragt, könnte ich nur 
die Vermuthung aussprechen, dass sie, die organischen Gebilde an- 
belangend, auf dem centralen Ursprung dieser stets sich entfaltenden 
und wachsenden Lebewesen beruhen dürfte;  bei leblosen Formen 
scheint sie dagegen im Gesetz der Auswahl und größeren W ahr-
        

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