Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der kunstgewerblichen Formenlehre
Person:
Feldegg, Ferdinand von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748370
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748730
zwischen Qualitäten, die für das Auge wahrnehmbar sind. Man 
kann, mit anderen Worten, in gleicher WVeise von einem Verhältnis 
zweier räumlicher Gebilde reden, wie man reden kann von einem 
Verhältnis zweier Töne;  denn Töne,  oder auch Sylben, von 
verschiedener Qualität, von ver- 
schiedenem Klange, nach ein- Mm "f-blß": 
ander oder auch gleichzeitig ge-     
hört, rufen einen bestimmten 9;- XY (A "H. F" f [K " 
Eindruck hervor, welchen unser I! flxx t   f XX 
Ohr als einen aus verschiede- Q "K, X  X (  
nen Theilen zusammengesetz- Pi m1  [Kg  
ten angenehm oder unange- R ,äj  f x ' 
nehm wahrnehmen wird.   Xä  
Dagegen sind wir keineswegs (gx l  4 
im Stande für die Symmetrie Xtfäixx fix"; B] 
in gleicher Weise ein auch nur f x I f m 
annäherndes Analogon in den f jfö 1( f? l _ 
zeitlichen Künsten zu finden. i 'wiix  Ü r j  
Ja selbst in einer, dem For-  k 3  
mellen sonst sehr nahe ste- K w!  
henden Erscheinung, nämlich ' j läß  ,   
der Farbe, vermögen wir, ge- , fx l '  
nau genommen, kein Analogon 1 J g3? f f  
zur Symmetrie nachzuweisen, f X  
indem der etwa hier anzufüh- g (s a) ÄKU Yu I ' 
rende Gegensatz von weiß und 1' x  f  
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schwarz, hell und dunkel oder 5)  äxjvr)" A, 
gar der complementäre Farhen- m? 
contrast Offenbar SBlII Ana- Holzschnitzerei von der Rathhausthür in 
logon innerhalb des Proporti0- Gilden-leide" 
nalitätsgesetzes findet.  Gerade aber diese, ausschließlich der Form 
anhaftende Natur der Symmetrie scheint es nun zu sein, welche 
ihr die bekannte, so hervorragende Stellung im Bildnerischen er- 
obert hat. 
 symmetrisches Zahlengesetz. Es wurde im vorigen Ah- 
schnitt darauf hingewiesen, dass zum Eintritt rhythmischer Wirkung 
 Dass die Tonkunst in ihren eigentlichen Schöpfungen keine irgendwie 
denkbare Analogie zu der bildenden Kunst hat, ist wohl ausgemacht und wird 
durch die geschilderte Übereinstimmung in den (wenn ich so sagen darf) bloßen 
nRohmaterialien" beider Künste keineswegs alteriert.
        

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